„Schwarzer Jänner“

Wien (OTS) - In der Nacht vom 19. auf den 20. Jänner 1990 haben die sowjetischen Truppen mit Befehl des damaligen Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der KPdSU Michail Gorbatschow in Baku und andere Städte von Aserbaidschan einmarschiert. Infolge dessen verloren in Baku 147 Menschen ihr Leben, 744 wurden schwer verletzt und 841 wurden festgenommen. Die damalige militärische Aggression der sowjetischen Militärmaschine gegen die aserbaidschanische Zivilbevölkerung ist eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Bereits Ende der 1980er Jahre protestierten Aserbaidschaner in Massendemonstrationen gegen politische Verhältnisse und forderten mehr Souveränität und Freiheit. Am 23. September 1989 verabschiedete Aserbaidschan als eine der ersten Sowjetrepubliken ihr eigenes Verfassungsgesetz über die Souveränität. 

Nach der Entscheidung der Nationalversammlung der Republik Aserbaidschan vom 29. März 1994 wurde die Tragödie vom 20. Jänner 1990 als ein Verbrechen bewertet, welches vom totalitären kommunistischen Regime verübt wurde, um die nationale Freiheitsbewegung des aserbaidschanischen Volkes zu ersticken, den Willen der Bevölkerung um die Wiederstellung eines souveränen Staates zu brechen und die Macht der sowjetischen Militärmaschine gegen das Volk, welches die Freiheit ersehnte, zu demonstrieren.

In dem Bericht von Human Rights steht, dass laut den sowjetischen Beamten die Intervention der sowjetischen Truppen den Zweck hatte, den Sturz der kommunistischen Regierung in Republik Aserbaidschan zu verhindern. Die Bestrafung der nichtkommunistischen Opposition verfolgte aber in der Tat die Absicht, die Nationalisten nicht nur in Aserbaidschan, sondern in den anderen Republiken der Sowjetunion zu verwarnen.

Die militärische Aggression der Sowjettruppen konnte aber das Bestreben des aserbaidschanischen Volkes nach der Unabhängigkeit nicht verhindern. Schon am 18. Oktober 1991 verabschiedete das aserbaidschanische Parlament den Verfassungsakt über die Unabhängigkeit und somit erlangte das Land nach der 70-jährigen Sowjetära seine Unabhängigkeit wieder.

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