Landtag: „Bundesregierung darf nicht jedes Jahr 11.400 hochmotivierte Nachwuchsmediziner abweisen“

LHStv.in Beate Prettner: „Hausgemachter Ärzteengpass passiert bei der Zugangsbeschränkung“ - Land Kärnten werde Unterstützungspaket für Allgemeinmediziner weiter forcieren

Klagenfurt (OTS) - Klagenfurt (LPD). „Die Kärntner Gesundheitsversorgung steht auf einem festen und qualitativ hochwertigen Fundament. Kärnten hat derzeit 643 Hausärzte, 256 davon mit Kassenvertrag, und in Summe 1.130 Allgemeinmediziner – dieses Niveau gilt es für die Zukunft abzusichern“, erklärte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bei der Aktuellen Stunde der Sonderlandtagssitzung zum Thema „Kärntner Landärzte in Tälern und Gemeinden stärken. Sie warnte in Anbetracht der kontroversiellen Debatte davor, die Bevölkerung mit falschen Behauptungen zu verunsichern.

    Fakt sei, dass Kärnten im Österreich-Vergleich in vielen gesundheitspolitischen Bereichen an der Spitze stehe. „Auch im hausärztlichen Bereich stehen wir mustergültig da. Vakant ist derzeit eine Kassenarztstelle in Kötschach-Mauthen und ab 1. April eine in Greifenburg.“

    Wie Prettner betonte, gelte es aber, für die Zukunft vorzusorgen: „Ich bin eine Mahnerin der ersten Stunde – weise seit Jahren darauf hin, dass die Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium einen hausgemachten Ärzteengpass produzieren werden.“ Sie richtete daher einmal mehr einen Appell in Richtung Bundesregierung, die Zugangsbeschränkungen entsprechend anzupassen. „Jedes Jahr bemühen sich 13.000 motivierte junge Menschen, das Medizinstudium aufnehmen zu dürfen. 11.400 von ihnen werden abgewiesen, weil man nur 1600 Studenten zum Studium zulässt. Was hier passiert, ist eine Abweisung hochengagierter Jugendlicher, deren Herzenswunsch es gewesen wäre, Arzt zu werden.“

    Das Land Kärnten habe, so die Gesundheitsreferentin, bereits vor Jahren damit begonnen, ein Allgemeinmediziner-Paket zu schnüren. Dieses Paket werde sie gemeinsam mit Ärztekammer, GKK, KGF und Kabeg nun noch weiter ausbauen. „Trotz allem wird es unabdingbar sein, bei der Wurzel des Übels anzusetzen – und diese Wurzel ist und bleibt das begrenzte Auswahlverfahren zum Medizinstudium“, so Prettner.

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