Pensionistenverband zur Teuerung: Senioren besonders betroffen

Größte Preistreiber waren Nahrungsmittel und Mieten

Wien (OTS) - So hoch wie schon seit Jahren nicht mehr ist laut Berechnungen der Statistik Austria die Teurungsrate für das vergangene Jahr 2017: Mit durchschnittlich 2,1 Prozent erreicht sie den höchsten Wert seit 2012. Die Teuerungsraten der Jahre davor lagen noch bei jeweils 0,9 Prozent (2015 und 2016). „Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, wie wichtig und richtig es war, die Pensionsanpassung für Pensionen bis 1.500 Euro mit den vom Pensionistenverband geforderten 2,2 Prozent Erhöhung durchzusetzen“, erklärte dazu heute der Konsumentenschutz-Sprecher des Pensionistenverbandes, Dr. Harald Glatz.

Doch das kann nur der Anfang einer Entwicklung sein, die Bezieher von niedrigen Pensionen deutlich zu entlasten. Denn die Zahlen im Detail zeigen, dass die Pensionisten besonders von der Teuerung betroffen sind. Glatz: „Es sind die Dinge des täglichen Bedarfs, die empfindlich teurer geworden sind: Milch, Eier, Käse verteuerten sich um 3,5 Prozent, Öle und Fette um 11,5%, Butter sogar um 25,6%. Diese lebenswichtigen Güter des täglichen Bedarfs waren die größten Preistreiber im vergangenen Jahr. Preistreiber Nummer zwei waren die Mieten mit einer durchschnittlichen Erhöhung um 4,2 Prozent.“

Der im Mikrowarenkorb zusammengefasst tägliche Einkauf verteuerte sich im Jahr 2017 um 3,9%. Der Miniwarenkorb, der einem wöchentlichen Einkauf entspricht und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg um 3,5%. Glatz: „Das macht deutlich: Hier geht es nicht um Luxus, hier geht es um das tägliche Leben. Gerade die Bezieher von kleinen Einkommen bzw. Pensionen wurden also von dieser Teuerung besonders hart getroffen.“ 

Der Pensionistenverband fordert daher, dass die Bundesregierung schnellstmöglich Maßnahmen vor allem in zwei Bereichen ergreifen muss: Die Abschaffung des „Österreich-Aufschlags“ im Lebensmittelhandel (zum Vergleich: Inflation in Deutschland 1,8%) und die Ausarbeitung eines neuen Mietrechts, das die Interessen der zahlenden Mieter schützen muss. (Schluss)

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