30 Jahre SOS-Kinderdorf in Vietnam

Nach dem Aus der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Vietnam als Folge des Krieges Rückkehr und Wiederaufbau 1987 – und ab dann 30 Jahre Erfolgsgeschichte!

Hanoi/Wien/Innsbruck (8.1.2018) (OTS) - Dieses Jahr feiert SOS-Kinderdorf in Vietnam sein 30 jähriges Bestehen. Innerhalb der letzten drei Jahrzehnte entstanden in Vietnam 17 SOS-Kinderdörfer und mehr als 50 weitere Einrichtungen/Programme für Not leidende Kinder, Jugendliche und arme, besonders belastete Familien: Neben den SOS-Kinderdörfern betreibt die Organisation im Land heute noch 12 SOS-Jugendeinrichtungen, 12 Hermann-Gmeiner-Schulen, 16 Kindergärten, 4 Berufsbildungszentren, 6 Familienstärkungsprogramme und ein medizinisches Zentrum. Diese Erfolgsgeschichte von SOS-Kinderdorf in Vietnam hat allerdings auch eine spannende Vorgeschichte, die bis in die 60er Jahre zurückreicht.  

Aufbauarbeit 1967, Schließung des SOS-Kinderdorfes 1976, Rückkehr und Neubeginn 1987 

Nach langen, intensiven Gesprächen mit SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner ging der heutige Ehrenpräsident von SOS-Kinderdorf Helmut Kutin (selbst im ersten SOS-Kinderdorf in Imst aufgewachsen) 1967 nach Vietnam, um dort eines der ersten SOS-Kinderdörfer außerhalb Europas aufzubauen. Es entstand im heutigen Ho-Tschi-Minh-City. Kutin leistete nicht nur die grundlegende Pionierarbeit im Land, sondern übernahm 1968 selbst die Leitung des Dorfes, das damals das größte SOS-Kinderdorf der Welt war.

Danach gründete Helmut Kutin zahlreiche weitere SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, ehe er 1976 in Folge des Vietnamkrieges das Land verlassen und Kinder und Mütter zurücklassen musste – eine seiner größten persönlichen Niederlagen und Enttäuschungen, wie Kutin stets betont. Er hat damals das Versprechen abgelegt, wiederzukommen, was ihm elf Jahre später schließlich auch gelang. Nach langen Bemühungen und Verhandlungen konnte Kutin 1987 sein Versprechen „ich werde irgendwann wiederkommen“ einlösen. Damit steht Vietnam für die bittersten, aber auch schönsten Momente im Leben von Helmut Kutin.

 Vietnam zählte, wie erwähnt, zu den ersten Ländern außerhalb von Europa, in denen SOS-Kinderdorf 1967 mit der Aufbauarbeit begann (das erste außereuropäische SOS-Kinderdorf entstand 1963 in Dageu/Korea). Trotz des schmerzlichen Endes 1976 folgte mit der Rückkehr 1987 eine echte Erfolgsgeschichte mit einer überaus dynamischen Entwicklung und starken Ausweitung des Engagements und der Programme von SOS-Kinderdorf in Vietnam: mit seinen 17 SOS-Kinderdörfern und mehr als 50 weiteren Programmen gehört Vietnam zu einem Schwerpunktland und Erfolgsmodell der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Asien. 

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Viktor Trager
SOS-Kinderdorf, Pressesprecher
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