- 03.01.2018, 10:00:03
- /
- OTS0019
Zahl der Studienanfänger/innen an Universitäten und Fachhochschulen steigt weiter
Umsetzung der Uni-Finanzierung und Ergebnisse von "Zukunft Hochschule“ werden wesentlich zur Optimierung des „Systems Universität“ beitragen
Utl.: Umsetzung der Uni-Finanzierung und Ergebnisse von "Zukunft
Hochschule“ werden wesentlich zur Optimierung des „Systems
Universität“ beitragen =
Wien (OTS) - Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger an
Universitäten wird laut aktuellen Daten des Wissenschaftsministeriums
mit Wintersemester 2017 wieder ansteigen: An den Universitäten sind
Anfang Dezember rund 47.000 ordentliche neuzugelassene Studierende zu
verzeichnen; somit wird im Wissenschaftsministerium – aufgrund der
Erfahrungswerte der Vorjahre – insgesamt von einer Steigerung
ausgegangen. Die Fachhochschulen (FH) weisen mit rund 19.850 bei den
Anfängerinnen und Anfängern ein leichtes Plus von 1,2% auf. Somit
wird sich insgesamt die Zahl der Neuzugelassenen ansteigend
entwickeln. Im Bereich der wissenschaftlichen Universitäten weisen
die Veterinärmedizinische Universität Wien(+19%)sowie die Universität
Salzburg (+4%) die größten Steigerungsraten auf.
Insgesamt sind im Wintersemester 2017 an Universitäten und
Fachhochschulen knapp 328.500 ordentliche Studierende inskribiert.
Damit hat sich die Zahl der ordentlichen Studierenden in den letzten
drei Jahren auf einem relativ hohen Niveau stabilisiert. Anders als
an den Fachhochschulen, ist das Wachstum der Studienabschlüsse an den
Universitäten in den letzten drei Jahren, entgegen dem langläufigen
Trend, zurückgegangen. Im Endeffekt kommen und verbleiben damit immer
mehr Personen im „System Universität“.
Zuletzt wurden rund 33.650 Studien an öffentlichen Universitäten
abgeschlossen. Im gleichen Zeitraum zählten die Fachhochschulen rund
13.700 Studienabschlüsse. Damit entfallen aktuell bereits knapp 30%
der Studienabschlüsse (ohne Dr.-Studien) auf den FH-Sektor. Im Fokus
des Wissenschaftsministeriums steht daher vorrangig auch die künftige
Verteilung von Studierenden und Studienabschlüssen an Universitäten
und Fachhochschulen. Die Ergebnisse des vom Wissenschaftsministerium
initiierten Projektes „Zukunft Hochschule“ sind ein klarer Auftrag
für eine verbesserte Kooperation und Abstimmung auf nationaler Ebene,
auch um international kompetitiv zu bleiben. Die Stabilisierung der
Studierendenzahl an den Universitäten ist auch ein im
Universitätsentwicklungsplan 2019 – 2024 des BMWFW adressierter
Effekt: Die hohen Steigerungsraten der Studierendenzahlen der letzten
Jahre haben unter anderem dazu geführt, dass Österreichs
Universitäten immer mehr unter „Druck“ geraten sind. Die durchaus
signifikanten Ausgabensteigerungen gingen allerdings mit ebenso
signifikanten Steigerungen der Studierendenzahlen einher. Dazu kommen
die mit der wachsenden Studierendenzahl entstanden negativen Effekte
auf die Betreuungsrelation.
Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei den stark nachgefragten
Studienrichtungen zu beobachten. Das Studium der Rechtswissenschaften
bleibt weiterhin das beliebteste bei den Studienanfänger/innen,
gefolgt von Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftsrecht
sowie Pädagogik und Biologie. Gerade in nicht zugangsgeregelten
Studienfeldern wie Recht gibt es eine große Diskrepanz zwischen
Studienanfänger/innen (10.554) und Absolvent/innen (2.151), verbunden
mit besonders schlechten Betreuungsverhältnissen. Mittlerweile kommen
an den verschiedenen Standorten bis zu 90 Studierende auf eine
Betreuerin bzw. einen Betreuer.
Ziel des Wissenschaftsministeriums ist es, an den Universitäten bei
einer annähernd stabilen Zahl von Studierenden durch Steigerung der
Prüfungsaktivität und Verbesserung der Betreuungsrelation mehr
Studienabschlüsse zu erreichen. Nach wie vor studiert in etwa die
Hälfte (53%) aller ordentlichen Studierenden prüfungsaktiv. Der für
Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021 durch Gesetzesbeschluss
vom Juni 2017 festgelegte Gesamtbetrag von 11,07 Milliarden € sowie
die damit einhergehende Implementierung einer kapazitätsorientierten,
studierendenbezogenen Universitätsfinanzierung werden maßgeblich zu
dieser Zielerreichung beitragen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MUK






