• 13.12.2017, 13:56:11
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Kadenbach: Der Kebabspieß dreht sich weiter

EU-Parlament plante nie Dönerverbot

Utl.: EU-Parlament plante nie Dönerverbot =

Wien (OTS/SK) - „Heute wurde im EU-Parlament über die Zulassung von
Phosphat als Lebensmittel-Zusatzstoff für tiefgekühlte
Fleischhalbfertigprodukte abgestimmt. Fälschlich wurde das im Vorfeld
als ein geplantes Kebabverbot kommuniziert. In Wirklichkeit ist es
so, dass die Rechtslage über den Einsatz von Phosphat in
Tiefkühlprodukten derzeit unklar ist. Wir hätten vor einem
endgültigen Beschluss gerne die Ergebnisse der europäischen
Gesundheitsagentur EFSA abgewartet, die eine eventuelle
Gesundheitsgefährdung durch Phosphate in Lebensmittel untersucht.
Denn auch hier sollte das Vorsorgeprinzip gelten: Zuerst sollte
erwiesen sein, dass ein Produkt oder ein Verfahren sicher ist und
erst danach erfolgt eine Zulassung. Leider haben sich hier einmal
mehr die Industrieinteressen wenn auch denkbar knapp durchgesetzt.
Fälschlicherweise war in diesem Zusammenhang immer wieder von einem
geplanten Kebabverbot die Rede - ein solches war und ist nicht
geplant! Der Kebabspieß wird sich weiter drehen - mit oder ohne
Phosphate, denn es gibt schon heute gefrorene Kebabspieße am Markt,
die ganz ohne Phosphate hergestellt werden“, sagt Karin Kadenbach,
die Gesundheitssprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten. ****

„Bei Gesundheitsbedenken müssen wir konsequent sein. Diese gibt es
beispielsweise bei Glyphosat, weswegen ich mich immer für ein rasches
Verbot dieses Vernichtungsmittels ausgesprochen habe,
Gesundheitsbedenken gibt es aber auch bei Phosphaten in
Lebensmitteln. Wir als Gesundheits- und Umweltausschuss des
EU-Parlaments haben immer die Gesundheit der KonsumentInnen im Blick.
Bevor wir einen Blankoscheck für weitere Ausnahmen vom Verbot von
Phosphat als Lebensmittel-Zusatzstoff ausstellen, hätten wir dafür
plädiert, die Studienergebnisse abzuwarten. Sollte es keine Bedenken
geben, dann wäre Phosphat in Tiefkühlprodukten verwendbar. Bei
Gesundheitsbedenken wären hingegen neue Vorschriften und Grenzwerte
ausgearbeitet worden. Keine dieser Optionen hätte ein Kebabverbot
bedeutet“, schließt Kadenbach. (Schluss) sc/mp

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