ÖAAB: Niemand will einen generellen 12 Stunden-Arbeitstag

Neugestaltung der Arbeitszeit im Sinne von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Wien (OTS) - „Die Kritik von Seiten der SPÖ geht voll ins Leere. Denn auch im sogenannten Plan A von Kern findet man einen 12-Stunden-Tag. Gerade jetzt ist Sachlichkeit gefragt. Die anderen politischen Mitbewerber, schüren die Ängste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und verbreiten Unwahrheiten. Das ist nicht unser Stil.“, so ÖAAB-Generalsekretär Karl Nehammer 

Niemand will einen generellen 12-Stunden Arbeitstag. Die von den Regierungsverhandlern präsentierten Vorhaben erlauben einen leichteren Zugang zu bis dato schon bestehenden Möglichkeiten der Gestaltung der Arbeitszeit. Es gelten weiterhin Grenzen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unter anderem die der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die zum Beispiel eine Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit mit durchschnittlich 48 Stunden vorsieht. 

Die wöchentliche Normalarbeitszeit und kollektivvertragliche Regelungen bleiben ebenso unberührt. Nach den derzeitigen diskutierten Plänen würde es sowieso eine Vereinbarung auf betrieblicher oder auf einzelvertraglicher Ebene brauchen. Niemand wird zu Mehrarbeit gezwungen und Überstunden werden auch weiterhin abgegolten. 

Aus Sicht des ÖAAB braucht auch das Thema Arbeitszeit eine Weiterentwicklung hin zu sinnvollen, zeitgemäßen und praktikablen Rahmenbedingungen. 

„Auch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich mehr Gestaltungsspielraum in Bezug auf ihre Arbeits- und Freizeit. Das heißt: Mehr Geld oder mehr Freizeit. Flexibles Arbeiten benötigt jedoch auch flexible Kinderbetreuungseinrichtungen, hier gibt es Aufholbedarf", so Generalsekretär Nehammer. 

Es ist ganz klar: Flexibilität darf niemals eine Einbahnstraße sein, beide Seiten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber, müssen davon profitieren. Es geht hier um eine gemeinsame positive Weiterentwicklung der Arbeitszeit als Win-win-Situation.", so Generalsekretär Karl Nehammer abschließend.

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