Grüne Wirtschaft: EINE Krankenversicherung für ALLE

Jungwirth: „Statt Schmalspurvarianten die Krankenversicherung ins 21. Jahrhundert führen“

In der Arbeitswelt des 21. Jahrhundert ergibt die Trennung in Selbständige und Angestellte bei der Krankenversicherung überhaupt keinen Sinn mehr, sondern verursacht nur unnötige Kosten und Bürokratie!
Sabine Jungwirth, Unternehmerin und Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

Wien (OTS) - Das Jahr 2017 hat uns bereits drei verschiedene Auftragsstudien (IHS, c-Alm, LSE) zur Zusammenlegung der Krankenkassen beschert. Die höchsten Effizienzpotentiale liegen mittelfristig bei der totalen Zusammenlegung auf einen einzigen Träger. Dennoch ventilieren IV, WKO und nun auch die Koalitions-Verhandler teurere Modelle, die man als halbherzige Schmalspurvarianten der in den Studien untersuchten Vorschläge bezeichnen muss. Das kann nur alten Standesdünkeln dienen. „In der Arbeitswelt des 21. Jahrhundert ergibt die Trennung in Selbständige und Angestellte bei der Krankenversicherung überhaupt keinen Sinn mehr, sondern verursacht nur unnötige Kosten und Bürokratie!“ fordert Sabine Jungwirth, Unternehmerin und Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, die Zusammenlegung in eine einzige Kasse. Der anerkannte Experte Ernest Pichlbauer stieß im August in einem Interview im Kurier ins selbe Horn.

Grundsätzlich sagen alle Studien, dass die Vereinheitlichung der Leistungen hergestellt werden sollte. Das unterstützt auch die Grüne Wirtschaft.

Zusätzlich fordert die Grüne Wirtschaft eine Krankenversicherung, die den Anforderungen der Lebens- und Arbeitswelt des 21.Jahrhunderts gerecht wird. Dafür ist es notwendig zu berücksichtigen, dass immer mehr Menschen mehrfach versichert sind und auch unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit gleichzeitig oder im regelmäßigen Wechsel nachgehen. In Österreich sind das derzeit rund 750.000 Personen! Über 40% der LandwirtInnen und ca. 36% der gewerblich Versicherten (Stand 2016) sind mehrfach versichert! „Viele UnternehmerInnen zahlen also in mehrere Versicherungen gleichzeitig ein, und kämpfen mit den zeitlich vollkommen unterschiedlich getakteten Zahlungsfristen der verschiedenen Versicherungsträger, die häufig nichts mit der tatsächlichen Einkommenssituation zu tun haben.“ legt Jungwirth den Finger in die Wunde der Selbständigen. Jungwirth weiter: „Gerade EPU spüren diese Belastungen am eigenen Leib besonders stark! Dabei geht es um die kurzfristig doppelten Kosten, aber auch um die Bürokratie, die gerade Ein-Personen-Unternehmen besonders belastet.“

Bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen in Österreich werden als Ein-Personen-Unternehmen geführt, eine moderne Krankenversicherung muss diesem Trend Rechnung tragen. „Durch die Zusammenführung aller Versicherungsträger zu einer gemeinsamen, einheitlichen Versicherung wird garantiert, dass es einheitliche Leistungen für alle gibt und der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit wird leichter administrierbar.“, so Jungwirth abschließend.

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