• 06.12.2017, 22:00:16
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  • OTS0205

Neues Volksblatt: "Reibung" von Markus EBERT

Ausgabe vom 7. Dezember 2017

Utl.: Ausgabe vom 7. Dezember 2017 =

Linz (OTS) - Ob da gestern mit dem, was die Koalitionsverhandler
insbesondere in Sachen Arbeitszeitflexibilisierung auf den Tisch
gelegt haben, mehr der Nikolaus oder mehr der Krampus als Bote
unterwegs war, ist Ansichtssache. Klar ist jedenfalls, dass die Sache
wohl nicht ohne gröbere Diskussionen ablaufen wird. Wobei der prompte
Applaus von WKÖ-Präsident Christoph Leitl erahnen lässt, dass — im
Fall der Fälle — der Widerstand im Gewerkschaftssektor laut werden
wird. Immerhin sind die Sozialpartner heuer bereits einmal an der
Neuregelung flexibler Arbeitszeiten gescheitert — „infolge des
Einspruchs von Teilgewerkschaften“, wie Leitl gestern explizit
anmerkte. Die rote Kritik-Richtung gibt uninspiriert SPÖ-Klubchef
Andreas Schieder vor: „Politik für Konzerne“.
Insgesamt ist die türkis-blaue Einigung in Sachen Maßnahmen im
Wirtschaftsbereich auch das Signal, dass man gewillt ist, zu
entscheiden. Man könnte auch sagen, das ist das Aufwärmen für eines
der heißesten Eisen, das noch am Verhandlungstisch liegt, nämlich die
Reform bei den Sozialversicherungen und Gebietskrankenkassen. Wobei
es wohl eher ÖVP-Chef Sebastian Kurz sein wird, der hier die
Asbesthandschuhe anziehen muss. Immerhin haben ihm schwarze
Ländervertreter signalisiert, dass sie nicht alles gottergeben
abnicken wollen. Aber wie sagte Kurz gestern: „Wenn man etwas
verändert, kann das da und dort auch zu Reibung führen.“

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