- 23.11.2017, 09:11:50
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UGöD: „Rotweißrote Zukunftsinvestitionen statt schwarzblauer Bildungssparpakete“
Unabhängige GewerkschafterInnen unterstützen Widerstand gegen schwarz-blaue Bildungs- und Sozialabbaupläne
Utl.: Unabhängige GewerkschafterInnen unterstützen Widerstand gegen
schwarz-blaue Bildungs- und Sozialabbaupläne =
Wien (OTS) - 600 Mio werden 2018 zur Weiterführung des
Schulbetriebes fehlen. Eine Budgeterhöhung ist nicht vorgesehen.
Diesen jährlichen Fehlbetrag („strukturelles Budgetdefizit“ durch
altersbedingt steigende Personalkosten für mehr als 130.000
LehrerInnen) wollen die schwarz-blauen Regierungsverhandler – wie
kolportiert - aus dem laufenden Budget finanzieren:
- durch Streichen der verbesserten Fördermöglichkeiten an
NMS/Hauptschulen durch Teamteaching
- durch eine 8-10 % Wochenarbeitszeiterhöhung (Lehrpflichterhöhung)
zur Verbilligung der LehrerInnenarbeit
- durchs Verschieben der Gesamtschul-Modellregionen
- durch eine Schulautonomie, die nichts kostet und
- durchs Einsparen kleiner Klassen durch Auffüllen auf 25
SchülerInnen
„Die ÖVP- und FPÖ-VerhandlerInnen scheinen sich einig zu sein:
Keine zusätzlichen Steuereinnahmen aus Vermögen, Erbschaften oder
einer fairen Besteuerung von Konzerngewinnen sondern Sparpakete für
den öffentlichen Dienst sowie Personal-, Sozial- und Bildungsabbau,“
kritisiert Reinhart Sellner, Vorsitzender der Unabhängigen
GewerkschafterInnen in der GöD (UGöD). Und weiter: „Kinder sollen auf
erreichte Unterrichtsqualität verzichten, LehrerInnen ihre
Gehaltserhöhungen durch Gratis-Mehrarbeit selber finanzieren, die
soziale Auslese der Kinder im Volksschulalter muss bleiben, Herkunft
bestimmt Zukunft, Kindergärten werden nicht als Bildungseinrichtungen
gesehen und sind daher auch kein Bildungsbudgetposten.“
Zwt.: GewerkschafterInnen aktiv gegen Bildungssparpakete und
Sozialabbau der oö. Landesregierung
„Der Widerstand der Betroffenen wartet den Abschluss der
ÖVP-SPÖ-Regierungsverhandlungen allerdings nicht ab“ freut sich
Sellner. Im schwarz-blau regierten Oberösterreich, dem Vorbild für
das ‚neue Regieren“ von Kurz und Strache, sammelt die GÖD
Unterschriften gegen die Weigerung der Landesregierung, den von GÖD
und Younion erzielten Gehaltsabschluss (2,33% ab 1.1.2018) im Landes-
und Gemeindedienst umzusetzen. Younion, Vida, GPA und GÖD
organisieren in Linz erste Kundgebungen gegen Sozialabbau und
Kündigungen im Kindergartenbereich (heute, 23.11.2017, um 16 Uhr vor
dem Landhaus) und für das ausverhandelte Gehaltsplus auch in
Oberösterreich (5.12.2017). Kulturschaffende haben sich gegen
Einsparungen im Kulturbudget und gegen das Aushungern von
Kulturinitiativen und freien Gruppen zusammengeschlossen.
Sellner abschließend: „Wir Unabhängige GewerkschafterInnen sehen
uns als Teil dieses gewerkschaftlichen Widerstandes gegen die
neoliberalen Umbaupläne in OÖ und auf Bundesebene. Wir rufen unsere
KollegInnen in allen Bundesländern auf, diesen Widerstand breit zu
unterstützen: Gemeinsam für die Interessen der ArbeitnehmerInnen,
gemeinsam für Zukunftsinvestitionen in den Ausbau eines
demokratischen, von der öffentlichen Hand ausreichend finanzierten
Bildungswesens. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“
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