Dziedzic: Großer Jubel über Eheöffnungs-Abstimmung in Australien

Grüne: In Österreich kein Anliegen der Verhandler

Wien (OTS) - „Ich freue mich, dass Australien so ein deutliches Zeichen an die restliche Welt sendet. Es bleibt zu hoffen, dass die australische Regierung diese Abstimmung anerkennt und die Eheöffnung möglichst rasch umsetzt“, reagiert Ewa Dziedzic, Bundesrätin der Grünen und Sprecherin der Grünen Andersrum, erfreut.

Am 15. November wurden die finalen Ergebnisse der Abstimmung über eine mögliche Öffnung der Ehe bekannt. Mehr als 12,7 Millionen AustralierInnen nahmen an der Abstimmung teil und 61,1 Prozent stimmten mit Ja. Es wird davon ausgegangen, dass jetzt auch die Mehrheit der Abgeordneten pro Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare stimmen wird - über Parteigrenzen hinweg. Australien wäre somit der 24. Staat, der die Ehe zwischen zwei Frauen bzw. zwei Männern anerkennen würde.

„Wir wissen aus Österreich: Gäbe es eine derartige Abstimmung, würde die Mehrheit ebenso dafür stimmen, dass die Ehe geöffnet wird. Nur jene zwei Parteien, die gerade die nächste Koalition verhandeln, wollen das nicht wahrhaben", stellt Dziedzic klar. "Jeglicher Versuch, die Ehe allen Paaren ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung zu ermöglichen, wurde in der Vergangenheit von ÖVP und FPÖ blockiert oder abgeschmettert. Obwohl beide Parteien wissen, dass ihre WählerInnen mehrheitlich gar kein Problem damit hätten, wenn in Zukunft ein paar Paare mehr verheiratet wären."

Das Argument, homosexuellen Paaren stünde die Eingetragene Partnerschaft offen, lässt Dziedzic nicht gelten: "Es geht nicht nur um Symbolik. Die meisten Ungleichbehandlungen im Partnerschaftsgesetz sind bereits beseitigt. Viele erst durch Gerichtsurteile, weil die Politik immer hinterherhinkt. Es gibt jedoch nach wie vor eine Reihe an festgeschriebenen Unterschieden, die jene, die sich eintragen lassen, konkret im Alltag zu spüren bekommen: Die Menschen outen sich damit überall automatisch, ausländische Paare kämpfen um Anerkennung, Kinder innerhalb der Partnerschaft gelten als unehelich", zählt Dziedzic auf.

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