- 14.11.2017, 11:42:02
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Köstinger: Ältere Generation verdient viel Anerkennung
Nationalratspräsidentin begrüßt TeilnehmerInnen der 11. Vollversammlung des Österreichischen Seniorenrats
Utl.: Nationalratspräsidentin begrüßt TeilnehmerInnen der 11.
Vollversammlung des Österreichischen Seniorenrats =
Wien (PK) - Die ältere Generation verdiene für den Wiederaufbau
Österreichs nach zwei Weltkriegen nicht nur lobende Worte, sondern in
jeder Hinsicht Anerkennung. Das betonte Nationalratspräsidentin
Elisabeth Köstinger heute anlässlich der 11. Vollversammlung des
Österreichischen Seniorenrats im Sitzungssaal des Parlaments in der
Hofburg. Es gehe auch darum, wie der Staat sein Pensionsmodell
arrangiere, wie das Gesundheits- und Pflegesystem den älteren
Menschen zugutekomme und wie die SeniorInnen in den gesetzlichen
Willensbildungsprozess eingebunden werden, betonte sie.
Lob gab es von Köstinger auch für die Arbeit des Seniorenrats. Dieser
sei stets ein starker Partner gewesen, wenn es darum ging, einen
echten Interessenausgleich zu erzielen. Auch sie habe sich als junge
Politikerin schon oft mit der Frage auseinandergesetzt, wie ein
Interessenausgleich funktionieren kann, sagte Köstinger, wichtig sei
jedenfalls, die verschiedenen Meinungen zu hören und respektvoll
miteinander umzugehen. Auch wenn es unterschiedliche Standpunkte gebe
und man diese mit aller Vehemenz vertrete, brauche es einen
Grundkonsens über die Würde und den Respekt, mit dem man einander
begegne.
Für Köstinger war die Begrüßung der TeilnehmerInnen des Seniorenrats
übrigens eine persönliche Premiere. Es sei nun gerade einmal 100
Stunden her, dass sie zur Präsidentin des Nationalrats gewählt wurde,
hob sie hervor.
Dass der Österreichische Seniorenrat, der Dachverband der großen
Pensionistenorganisationen, seine Vollversammlung im Sitzungssaal des
Nationalrats abhält, hat Tradition. Bei der heutigen 11.
Vollversammlung stehen neben Berichten der Präsidenten Karl Blecha
und Ingrid Korosec, einer Änderung des Statuts und der Bestätigung
der Geschäftsordnung auch Wahlen und Anträge auf der Tagesordnung.
Wegen einer kurzfristigen Erkrankung entfallen musste die geplante
Festansprache von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Die
Regierung war durch Vizekanzler Wolfgang Brandstetter und
Sozialminister Alois Stöger vertreten.
Gefordert werden von den SeniorenvertreterInnen etwa die
verfassungsrechtliche Verankerung der Werterhaltung der
Pensionsansprüche sowie einer flächendeckenden medizinischen
Versorgung. Diversen Plänen, die auf eine Abschaffung der
Sozialpartnerschaft hinauslaufen, erteilte Blecha hingegen eine
entschiedene Absage. Die Sozialpartnerschaft, die wesentlich zur
Erfolgsgeschichte Österreich beigetragen habe, müsse zwar
modernisiert werden, räumte er ein, aber "wir brauchen sie heute
notwendiger denn je". Reformbedarf sieht er auch im Pflegesektor, wo
es vor allem um die Sicherstellung von einheitlichen Standards in
ganz Österreich gehe.
Der künftigen Bundesregierung gab Blecha dabei mit auf den Weg, dass
der Seniorenrat die Einführung einer Pflegeversicherung ablehnt und
sich ein klares Bekenntnis zur Steuerfinanzierung dieses Sektors
erwartet. Unhaltbar sei zudem die Tatsache, dass der Seniorenrat noch
immer kein Stimmrecht in den Organen der Sozialversicherung hat,
unterstrich Korosec. (Schluss) gs/sue
HINWEIS: Fotos von der Vollversammlung finden Sie auf der Website des
Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.
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