- 07.11.2017, 10:13:20
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Orden der Ehrenlegion für Ewald Nowotny
Frankreich ehrt OeNB-Gouverneur für internationale Verdienste
Utl.: Frankreich ehrt OeNB-Gouverneur für internationale Verdienste =
Wien (OTS) - Notenbankchef Ewald Nowotny wurde gestern in der
Französischen Botschaft in Wien zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.
Der bereits mehrfach dekorierte Gouverneur der Oesterreichischen
Nationalbank (OeNB) nahm den Orden sichtlich erfreut entgegen.
OeNB-Präsident Claus J. Raidl gratulierte: „Herr Gouverneur Ewald
Nowotny hat viel für Österreich und Europa getan – ich freue mich,
dass das so gewürdigt wird.“
Der Notenbanker Ewald Nowotny vereint wissenschaftliche Expertise,
unternehmerisches Know-how, Politerfahrung – und Handschlagqualität.
Frankreichs Botschafter in Österreich, François Saint-Paul,
präzisiert: „Frankreich ehrt mit dem Gouverneur der OeNB eine
anerkannte, vielseitige und vorbildliche Persönlichkeit, die sich
besonders um die europäische Zusammenarbeit verdient gemacht hat.“
1944 in Wien geboren, begann Ewald Nowotny 1968 als „Assistent der
ersten Stunde“ an der Universität Linz bei Professor Kurt W.
Rothschild, als dessen Wegbegleiter er das in Österreich neu
geschaffene Studium der Volkswirtschaftslehre mitformen und
nachhaltig prägen konnte. Auch heute – viele Jahre nach seiner
eigenen Zeit als Professor und Vizerektor für Finanzen an der
Wirtschaftsuniversität Wien – ist der Nationalbankchef als
Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und als
Mitglied des WU-Universitätsrates der Volkswirtschaftslehre nach wie
vor eng verbunden. Dass Theorie, wie von Rothschild gefordert, „nie
Selbstzweck“ sein darf, war auch für Nowotny immer klar.
Von 1999 bis 2003 war Ewald Nowotny Vize-Präsident der Europäischen
Investitionsbank EIB, zuständig für Österreich, die osteuropäischen
Länder und die Türkei.
Ewald Nowotny wurde 2008 als Gouverneur der OeNB bestellt und ist als
solcher Mitglied des EZB-Rates. 2013 wurde er in seiner Funktion
bestätigt. Als wertvoller und hochrangiger Ansprechpartner der
französischen Botschaft in Österreich ist er stets bereit, sich
konstruktiv für die Verstärkung der bilateralen Beziehungen zwischen
Österreich und Frankreich einzubringen.
Auch abseits der Geldpolitik ist Nowotny seit jeher ein Verfechter
des europäischen Projekts – mit Augenmaß. In seinen persönlichen
Erinnerungen an Kurt Rothschild schrieb er 2011: „Ich war und bin
primär aus politischen Gründen ein engagierter Befürworter der
europäischen Integration.“ Die von ihm vertretenen Thesen sind dem
französischen Ansatz sehr nahe. Er pflegte und pflegt auch immer
freundschaftliche Beziehungen zu den Gouverneuren der Banque de
France.
OeNB-Präsident Claus J. Raidl gratulierte: „Ich freue mich sehr, dass
Herrn Gouverneur Ewald Nowotny diese große Anerkennung zuteilwird. Er
wurde in der Vergangenheit ja bereits mehrfach für seine großen
Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Mit der
Ernennung zum Ritter der französischen Ehrenlegion wird nun auch die
europäische Dimension seines Schaffens gewürdigt.“
Die Ehrenlegion gilt als die wichtigste französische Auszeichnung.
Sie wurde 1802 von Napoleon Bonaparte eingeführt und genießt bis
heute weltweit große Anerkennung. Ewald Nowotny folgt berühmten
österreichischen Trägern dieses Ordens, unter anderem den
Bundespräsidenten Thomas Klestil und Heinz Fischer, Bundeskanzler
Franz Vranitzky, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, den früheren
Außenministern Alois Mock und Ursula Plassnik oder dem Regisseur
Michael Haneke.
Rückfragehinweis:
Kommunikationsabteilung der französischen Botschaft in Österreich
Isabelle Buffard
Presseattaché
+43-1-502751 DW 18 oder +43 699 167 77 404
[email protected]
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