- 06.11.2017, 08:56:17
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ARA und BOKU starten Ausbildungsprojekt an Tourismusschulen
Hohes Potenzial an vermeidbaren Lebensmittelabfällen im Tourismus
Utl.: Hohes Potenzial an vermeidbaren Lebensmittelabfällen im
Tourismus =
Wien (OTS) - In Österreichs Gastronomie und Hotellerie fallen
jährlich 175.000 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Ein großer Teil davon
wäre vermeidbar. Mit einem Ausbildungsprojekt an drei
Tourismusschulen wollen die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und
die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) das Thema
Abfallvermeidung in die Ausbildung integrieren. Künftige Hotelmanager
und Gastronomen sollen dadurch ihre Betriebe ressourcenschonend
führen lernen.
In den Lehrplänen der österreichischen Tourismusschulen wurde die
Vermeidung von Lebensmittelabfällen bisher nur als Randthema
behandelt. Um die Ausbildung um diesen wichtigen Bereich der
Ressourcenschonung zu ergänzen, haben ARA und BOKU Wien ein
Pilotprojekt an den Tourismusschulen Semmering, Modul Wien und St.
Pölten gestartet. „Qualitätvoller Tourismus und Gastronomie sind nur
im Einklang mit unseren Lebensgrundlagen möglich. Die Schülerinnen
und Schülern haben es später als Verantwortliche in der Hand, in den
Betrieben das Bewusstsein für richtigen Umgang mit Ressourcen zu
schaffen und das Abfallaufkommen in Gastronomie und Hotellerie zu
senken. Gerade Lebensmittel sind einfach zu kostbar um sie zu
verschwenden“, erklärt Projektinitiator ARA Vorstand Christoph
Scharff die Initiative, die langfristig Umwelt, Wirtschaft und Gäste
gleichermaßen entlasten soll.
Einsparungspotenzial von 320 Millionen Euro
„Österreichweit entstehen in der Gastronomie pro Jahr 175.000 Tonnen
Lebensmittelabfälle mit einem durchschnittlichen Warenwert von rund
320 Millionen Euro. Hier gibt es ein enormes Einsparungspotenzial“,
verweist Gudrun Obersteiner von der BOKU auf wissenschaftliche
Studien. Von den jährlich vermeidbaren Lebensmittelabfällen aus
Küchenbetrieben entfallen rund 45.000 Tonnen auf die Gastronomie,
50.000 Tonnen auf die Beherbergung, 61.000 Tonnen auf
Gemeinschaftsverpflegung wie z.B. Betriebskantinen sowie 19.000 auf
sonstige Betrieben wie z.B. Kaffeehäuser.
Tourismusschüler von heute als Multiplikatoren von morgen
„An den 28 österreichischen Tourismusschulen werden 10.500
Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Vor allem in den ersten
Berufsjahren wird der Betrieb häufig gewechselt. Wir erwarten deshalb
aufgrund der Multiplikatorenwirkung mit einer hohen Verbreitung der
erworbenen Kenntnisse und hoffen auf rasche positive Wirkung in den
Unternehmen“, erklärt Jürgen Kürner, Direktor der Tourismusschule
Semmering und zugleich Sprecher der Tourismusschulen Österreichs.
Steirereck-Chef Reitbauer unterstützt Abfallvermeidung
Gemeinsam mit Direktoren und Lehrenden der drei Pilotschulen wurden
Lehrinhalte zum Thema Lebensmittelabfallvermeidung vorbereitet, die
derzeit im praktischen Unterricht verankert und im Rahmen des
Unterrichtsgegenstandes „Küchenführung und Organisation“ getestet
werden. Gudrun Obersteiner erklärt: „Herzstück unserer Arbeit ist ein
Impulsfilm, bei dem Persönlichkeiten aus Gastronomie und Hotellerie
zu Wort kommen. Unter anderem sprechen die Präsidentin der
Österreichischen Hoteliervereinigung und Chefin des Boutiquehotels
Stadthalle Michaela Reitterer sowie der Steirereck-Chef Heinz
Reitbauer über ihre Strategien zur Vermeidung von
Lebensmittelabfällen.“
Während der Pilotphase bis Ende Juni 2018 erfolgt der Unterricht
zunächst unter Einbindung von Experten des Instituts für
Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur. Die ARA
unterstützte bei der Projektentwicklung und stellt fachliches
Know-how bereit. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die
Abfallvermeidungsförderung der Sammel- und Verwertungssysteme für
Verpackungen mit Unterstützung der ARA. (Schluss)
Über die ARA Servicegruppe
Seit fast 25 Jahren agiert die ARA als eine treibende Kraft der
österreichischen Abfallwirtschaft. Ursprünglich ein Sammel- und
Verwertungssystem, hat sie sich kontinuierlich zum Recyclingexperten,
zum Innovationstreiber im Ressourcenmanagement und zum bevorzugten
Servicepartner für maßge-schneiderte Entsorgungslösungen und
Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt. Sie gilt damit heute als
internationales Vorbild. Die ARA Servicegruppe besteht aus der ARA AG
und ihren sieben Tochterunternehmen ARAplus GmbH, ARES GmbH, Austria
Glas Recycling GmbH, DiGiDO GmbH, ERA GmbH, LogMan GmbH und NetMan
GmbH.
Über die ARA AG
Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) ist in Österreich Marktführer
unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen. Sie
organisiert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von
Verpackungsabfällen flächendeckend in ganz Österreich. Die ARA steht
im Eigentum heimischer Unternehmen und agiert als Non-Profit
Unternehmen nicht gewinnorientiert. Für die Sammlung von
Verpackungsabfällen aus Papier, Kunststoff, Metall und Glas stellt
die ARA den Konsumentinnen und Konsumenten rd. 1,8 Millionen
Sammelbehälter zur Verfügung. Zusätzlich sind 1,6 Millionen
Haus¬halte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. 2016
wurden über das Haushaltssammelsystem der ARA 1,06 Millionen Tonnen
Verpackungen und Altpapier gesammelt.
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