Metaller-KV: Hohe Kampfbereitschaft in den Betrieben

Flächendeckende Betriebsversammlungen in ganz Österreich laufen noch bis 6. November

Wien (OTS) - Nach dem Scheitern der bereits vierten Verhandlungsrunde mit dem Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp zusammen mit den BetriebsrätInnen nochmals den Druck erhöht und informieren seit 31. Oktober in Betriebsversammlungen die Beschäftigten der gesamten Metallindustrie über den Stillstand in den Kollektivvertragsverhandlungen. „Wir fordern weiterhin vier Prozent mehr Lohn und Gehalt. Der Zuspruch der Beschäftigten für unsere Forderung ist enorm, die Bereitschaft für Kampfmaßnahmen in den Betrieben ist hoch“, sagen die beiden Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

Die Gewerkschaften kritisieren erneut, dass es nach insgesamt 40 Verhandlungsstunden immer noch kein Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen gibt. Das Fass zum Überlaufen brachte in der vergangenen Gesprächsrunde die Forderung der Arbeitgeber, nicht die österreichische Inflationsrate für die Verhandlungen heranzuziehen, sondern andere, niedrigere europäische Inflationsraten. Hinzu kommen Forderungen, die zum Beispiel Verschlechterungen bei Dienstreisen oder eine Verkürzung der Ruhezeiten bei Schichtarbeit bedeuten würden.

Noch bis einschließlich 6. November werden Betriebsversammlungen in allen Fachverbänden der Metallindustrie abgehalten. „Die ArbeitnehmerInnen wollen sich das Null-Angebot der Arbeitgeber nicht länger gefallen lassen. Sollte es in der fünften Runde am 6. November keine Bewegung geben, die einen Abschluss ermöglicht, sind Kampfmaßnahmen beinahe unausweichlich“, sagen die beiden Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). Die Gewerkschaften haben die Streikfreigabe beim ÖGB bereits beantragt.

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