• 02.11.2017, 12:26:18
  • /
  • OTS0104

Balfour-Erklärung war Meilenstein in Israels Gründungsgeschichte

IKG-Präsident Deutsch: "Israel ist für Juden weltweit geistige Heimat"

Utl.: IKG-Präsident Deutsch: "Israel ist für Juden weltweit geistige
Heimat" =

Wien (OTS) - Vor genau 100 Jahren hat der britische Außenminister
Arthur Balfour in Form einer Erklärung die Errichtung einer
"nationalen Heimstätte" für das jüdische Volk zugesagt. Die
Deklaration, die Lionel Walter Rothschild, einem prominenten
britischen Zionisten übermittelt wurde, enthielt folgenden Wortlaut:

"Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die
Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in
Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu
erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die
bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen
Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen
Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte"

Mit der Balfour-Erklärung wurde ein Meilenstein in der
Gründungsgeschichte Israels gesetzt. Unmittelbar danach folgten
Kriegserklärungen durch die Nachbarstaaten. Der Unabhängigkeitskrieg
von 1948 bis 1949, Sechstagekrieg 1967 und Jom-Kippur-Krieg 1973
sowie ein dauernder Belagerungszustand bis zum heutigen Tag sind
daraus entstandene Realitäten, mit denen der Staat Israel
konfrontiert war und ist. Heute ist Israel ein wirtschaftlich starkes
und technologisch hoch entwickeltes Land und einziger demokratischer
Staat in der Region.

In den letzten Jahren ist leider zu beobachten, dass Antisemitismus
im Zusammenhang mit einer sogenannten Israel-Kritik zugenommen hat.
Das geht von Boykott-Aufrufen über Vergleiche aktueller israelischer
Politik mit der Politik des Nationalsozialismus bis zur Ablehnung des
Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung. Der Präsident der
Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, fordert anlässlich 100
Jahre Balfour-Erklärung mehr Sensibilität für die Situation und
Rückhalt für die Belange des Staates Israel sowohl von nationalen
Regierungen als auch den UN-Institutionen.
"Israel ist für Juden weltweit eine geistige Heimat und soll das auch
in Zukunft bleiben", so IKG-Präsident Deutsch. (Ende)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IKG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel