• 30.10.2017, 10:11:25
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OeNB gratuliert drei Ausnahmepersönlichkeiten

Kienzl, Raidl und Tumpel-Gugerell feiern Geburtstag

Utl.: Kienzl, Raidl und Tumpel-Gugerell feiern Geburtstag =

Wien (OTS) - In der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wurden am
30. Oktober die Geburtstage dreier Größen der heimischen Wirtschafts-
und Finanzwelt gefeiert: Heinz Kienzl (95), Claus J. Raidl (75) und
Gertrude Tumpel-Gugerell (65). OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny
gratulierte herzlich: „Heute feiern wir drei Menschen, die wirklich
stolz darauf sein können, was sie für Österreich geleistet haben.“

Dieser Tage feiern gleich drei große Persönlichkeiten der heimischen
Wirtschafts- und Finanzwelt Geburtstag. Neben Präsident Dr. Claus J.
Raidl lässt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) auch zwei
ehemalige Mitglieder der OeNB-Spitze hochleben: den Mitbegründer der
Hartwährungspolitik und der österreichischen Sozialpartnerschaft, Dr.
Heinz Kienzl, und die als frühere EZB-Direktorin bis dato mächtigste
Finanzfrau Österreichs, Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell.

Heinz Kienzl – ein unverbesserlicher Optimist ist 95

Am 8. Oktober feierte Dr. Heinz Kienzl seinen 95. Geburtstag. Der
promovierte Ökonom hat im Laufe seines Lebens an zentralen
politischen und wirtschaftlichen Richtungsentscheidungen in der
Zweiten Republik mitgewirkt. Hervorzuheben ist seine langjährige
Arbeit im ÖGB als Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung, seine
zahlreichen Funktionen in sozialpartnerschaftlichen Gremien sowie die
Mitbegründung der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft. In
der OeNB war Dr. Heinz Kienzl von 1973 bis 1988 Generaldirektor und
in den Jahren 1988–1993 Erster Vizepräsident.

Der Jubilar – laut Altbundespräsident Heinz Fischer ein
„unverbesserlicher Optimist“ – war immer schon ein Bejaher des
Fortschritts und klarer Verfechter der freien Forschung. Kienzl: „Man
muss sich exponieren, wenn man etwas erreichen will.“

Stahlarbeiter, Wirtschaftslenker, Notenbanker: Claus J. Raidl wird 75

OeNB-Präsident Dr. Claus J. Raidl wird am 6. November 75. Der
gebürtige Kapfenberger promovierte 1971 an der Hochschule für
Welthandel zum Doktor der Handelswissenschaften. Raidl begann seine
berufliche Laufbahn im Versicherungs- und Bankbereich. 1981 übernahm
er seine erste Vorstandsfunktion bei der Wiener Holding Ges.m.b.H.
und schon kurz darauf bei der damaligen Österreichischen
Industrieverwaltungs AG (ÖIAG). Danach zog es ihn ins Stahlgeschäft –
eine Branche, mit der er sowohl familiär als auch regional bedingt
seit seiner Kindheit verbunden war. Nach seiner Tätigkeit im Vorstand
der Voestalpine wechselte er 1991 in die Führungsriege des
Stahlkonzerns Böhler-Uddeholm AG. In dieser Position, die er bis 2010
innehatte, wickelte er die erfolgreiche Privatisierung des
Edelstahlkonzerns ab.

Im September 2008 wurde Claus Raidl zum Präsidenten der OeNB ernannt.
Bekannt als eloquenter Redner ist er in vielen
gesellschaftspolitischen Bereichen ein gefragter Gesprächspartner.
Motto: „Jetzt bin ich schon auf dieser Welt, jetzt mache ich das
Beste draus.“

Gertrude Tumpel-Gugerell – mächtigste Finanzfrau Österreichs wird 65

Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell, ehemalige EZB-Direktorin und
frühere Vize-Gouverneurin der OeNB, feiert am 11. November ihren 65.
Geburtstag. Die studierte Volkswirtin begann ihre berufliche Laufbahn
1975 in der volkswirtschaftlichen Abteilung der OeNB. Von 1981 bis
1984 war sie im Kabinett des damaligen Finanzministers Herbert
Salcher tätig. Die anerkannte Expertin für Finanzmarktfragen und
Bankenaufsicht wurde 1997 ins Direktorium der OeNB berufen. Von 1998
bis 2003 war sie Vize-Gouverneurin der OeNB. Danach führte sie ihre
Karriere ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) in
Frankfurt/Main, wo sie zunächst für Marktoperationen und ab 2006 für
Zahlungsverkehrssysteme, Personal, Haushalt und Organisation
zuständig war. Damit war sie während ihrer Amtszeit von 2003–2011 die
einzige Frau im EZB-Direktorium.

Heute ist Gertrude Tumpel-Gugerell als Konsulentin für das
Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) tätig. Daneben übt sie mehrere
Aufsichtsratsmandate aus. Ihre Philosophie: „Es geht darum, etwas zu
machen, was man für sinnvoll hält.“

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