• 18.10.2017, 11:06:59
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uniko-Präsident: „Wissenschaft ist keine Verschubmasse“

Vitouch weist vor Gesprächen zur Regierungsbildung auf Erfolgsfaktor Universitätsautonomie hin

Utl.: Vitouch weist vor Gesprächen zur Regierungsbildung auf
Erfolgsfaktor Universitätsautonomie hin =

Wien (OTS) - Die bevorstehenden Gespräche zur Regierungsbildung nimmt
der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Rektor Oliver
Vitouch, zum Anlass, die Parteien auf die Rolle der Universitäten
hinzuweisen. „Ein ‚Super-Ministerium‘ für Bildung, das auch die
Verantwortung für die Universitäten umfasst, ist grundsätzlich eine
gute Idee – vorausgesetzt, die Bundesministerin oder der
Bundesminister versteht auch etwas von Wissenschaft und Forschung“,
so Vitouch. Es sei dafür Sorge zu tragen, dass die Hochschulen nicht
als reine Ausbildungseinrichtungen verkannt würden: „Die
Universitäten sind, quantitativ und qualitativ, die
Hauptforschungseinrichtungen unseres Landes. Ihre Leistungen in der
Grundlagenforschung und der Qualifizierung junger Forscherinnen und
Forscher stellen den wichtigsten Treiber für Innovation und
Wohlstandssicherung dar.“ Zugleich warnt der uniko-Präsident davor,
das Ressort Wissenschaft in den Regierungsverhandlungen als bloße
„Verschubmasse“ zu betrachten.

Die uniko erwartet von der künftigen Bundesregierung, ungeachtet
ihrer parteipolitischen Zusammensetzung, dass sie eine
wettbewerbsfähige Finanzierung der Universitäten sicherstellt. Das
vor zehn Jahren vom Nationalrat und in der Folge in mehreren
Regierungsprogrammen definierte Ziel, bis 2020 zwei Prozent des BIP
für den tertiären Bildungssektor aufzuwenden, ist in der neuen
Legislaturperiode mit konkreten Meilensteinen umzusetzen: „Budget ist
in Zahlen gegossene Politik“, betont Vitouch. Zudem sind die
Bedingungen für Lehre und Forschung durch verbesserte
Betreuungsrelationen zu stärken. „Die Universitäten müssen
insbesondere in stark nachgefragten Studienbereichen die Möglichkeit
zu fairen Zugangsregelungen erhalten“, fügt der Präsident der uniko
hinzu.

Um österreichische Universitäten unter die besten 100 in den
internationalen Rankings zu bringen, wie das etwa den Niederlanden
oder der Schweiz vorbildlich gelingt, müsse der Hochschulpolitik
tatsächliche Priorität eingeräumt werden. Dazu zähle auch eine
Steigerung der Mittel für Grundlagenforschung und Maßnahmen zur
Exzellenzförderung. Ebenso wichtig sei die Sicherung der
universitären Autonomie. Vitouch: „Internationale Studien belegen den
klaren Zusammenhang zwischen Autonomie und Leistungsfähigkeit von
Universitäten. Echte Autonomie und Gestaltungsmöglichkeit ist neben
adäquater Finanzierung der entscheidende Erfolgsfaktor.“

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