Der Tag des Augenlichts am 12. Oktober 2017: Weltweiter Handlungsbedarf!

Die Weltblindenunion und der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich fordern zum Handeln auf.

Wien (OTS) - Fast 300 Millionen Menschen weltweit sind blind oder sehbehindert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass beinahe 14% der Betroffenen blind sind und dass um die 90% der blinden und sehbehinderten Menschen in einer einkommensschwachen Umgebung leben. Zusätzlich sind rund 82% aller blinden Personen über 50 Jahre alt oder sogar älter. Die Weltblindenunion (WBU), der auch der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich angehört, erwartet, dass diese Zahlen aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen sowie steigender Lebenserwartung bis 2020 einen neuen Spitzenwert erreicht haben werden.

Gleichzeitig geht die WHO davon aus, dass 80% der Sehbehinderungen vorgebeugt werden könnte. Prävention und Behandlung von Visus-Verlusts sind ebenso kosteneffektiv wie auch erfolgsversprechend – nicht korrigierte Ametropien hingegen machen einen der Hauptgründe für mittlere bis schwere Sehbehinderungen aus. Kataraktbildungen wie etwa der Graue Star sind weiterhin die größten Verursacher von Blindheit in Ländern mit mittlerem und geringem Einkommen.     

Die Weltblindenunion wertet Blindheit und Sehbehinderung als Menschenrechtsthematik und fordert Regierungen weltweit dazu auf, sich an das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (BRK) und an die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu halten, welche auch darauf ausgelegt sind, Grundrechte von Menschen mit Behinderung zu bewahren. Staaten, welche die Behindertenrechtskonvention ratifizierten und sich auch den SDGs verschrieben, müssen sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, den höchsten verfügbaren Standard an Gesundheit zu erlangen, ohne dabei Diskriminierungen ausgesetzt zu sein.

Hierzu zählen Gesundheits-Dienste die speziell auf die Behinderung zugeschnitten sind sowie frühe Identifikation von Erkrankung und passende Eingriffe sowie Angebote, die weitere Behinderungen – auch bei Kindern und älteren Personen – abschwächen oder sogar verhindern. Auch die Zurverfügungstellung von Hilfsmitteln sowie die ständige Weiterbildung von Personen im Gesundheitssektor ist grundlegend.

Die Weltblindenunion und auch der BSVÖ streben nach einer Welt, in der blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig und ungehindert in jedem selbstgewählten Lebensbereich aktiv sein können.

In dem der Tag des Augenlichts begangen wird, wird auch die „VISION 2020“, eine globale Initiative der WHO und der International Agency for the Prevention of Blindness (IAPB) zur Beseitigung von verhinderbarer Blindheit begrüßt.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich und seine sieben Landesorganisationen sind auf nationaler und internationaler Ebene darum bemüht, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und dadurch dazu beizutragen dass blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Der BSVÖ ist ein gemeinnütziger Verein ohne Bindung an eine Partei oder Konfession.

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