Neues Volksblatt: "Häupls Vollholler" von Markus EBERT

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Linz (OTS) - Wie man es auch dreht und wendet: In der Facebook-Affäre konzentriert die SPÖ ihre ganze Energie darauf, die Wähler für blöd zu verkaufen. Man muss das angesichts der Wendungen in den vergangenen Tagen so drastisch formulieren, den vorerst letzten Beweis dafür lieferte gestern der Wiener Bürgermeister Michael Häupl. „In dem Augenblick“, in dem die Dirty-Campaigning-Aktivitäten des Silberstein-Teams ruchbar geworden seien, „hat sich die SPÖ von Herrn Silberstein getrennt“, sagte Häupl gestern im Ö1-Mittagsjournal. Das ist natürlich ein Vollholler, denn getrennt hat sich die SPÖ von Silberstein, nachdem ganz anders gelagerte rechtliche Vorwürfe gegen ihn bekannt geworden waren — die aber ganz und gar nichts mit seinen Aktivitäten für die SPÖ zu tun hatten. Oder um es mit den Worten von Kanzler Christian Kern zu sagen: Häupls Aussage ist „an den Haaren herbeigezogener Unfug“ — wobei Kern das zu Jahresbeginn 2017 über den ÖVP-Vorwurf sagte, Silberstein betreibe Dirty Campaigning gegen Sebastian Kurz. Man kann FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nicht widersprechen, wenn er anlässlich der Trennung der SPÖ von ihrem Berater sagte, Silberstein sei eine „Erfindung“ Kerns. Jedenfalls mutet es fast als Treppenwitz an, wenn SPÖ-Staatssekretärin Muna Duzdar Aktivitäten gegen Hass im Netz startet und gleichzeitig die SPÖ auf einen Berater vertraut, dem Dirty Campaigning alles andere als fremd ist.

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