Köchl zu Hinkley Point: Atomkraft ist weder beherrschbar noch wirtschaftlich

Grüne: Fukushima und Tschernobyl zeigen fatale Folgen für Mensch und Umwelt

Wien (OTS) - Zur morgigen mündlichen Verhandlung der von Österreich eingebrachten Nichtigkeitsklage gegen Beihilfen für das geplante AKW Hinkley Point C erklärt Matthias Köchl, Anti-Atomsprecher der Grünen:
„Wie auch immer die Entscheidung des Gerichts letztendlich ausfallen wird, Hinkley Point zeigt, dass Atomkraft auch mehr als 50 Jahre nach ihrer Etablierung noch immer nicht wirtschaftlich ist. Neue Projekte sind nur durch massive staatliche Förderungen möglich, die den Wettbewerb zulasten anderer Energieträger verzerren.“

Selbst wer die tödlichen Risiken auszublenden bereit ist, muss eingestehen: Atomkraft rechnet sich nicht. Würde Hinkley Point gebaut, wäre es weltweit das teuerste Kraftwerk aller Zeiten. Die Kosten für die nach wie vor ungelöste Frage der Endlagerung abgebrannter Brennstäbe oder gar eines Unfalls sind überhaupt nicht zu beziffern.

„Atomkraft ist keine Antwort auf die Klimakrise. Es ist möglich, auch langfristig eine gute Lebensqualität und hohe Wirtschaftsleistung mit 100 Prozent Grüner, sauberer Energie zu gewährleisten“, sagt Köchl und weiter: „Als Partei, die sich zu einer nachhaltigen und sicheren Energiezukunft für nachfolgende Generationen einsetzt, sind wir überzeugt, dass weitere Atomkraftwerke in Europa und weltweit grundsätzlich abzulehnen sind. Die Reaktorkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl zeigen, dass diese Technologie im Ernstfall nicht beherrschbar ist und fatale Folgen für Mensch und Umwelt nach sich zieht.“

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002