- 01.10.2017, 22:00:16
- /
- OTS0059
Neues Volksblatt: "Die rote Linie" von Harald ENGELSBERGER
Ausgabe vom 2. Oktober 2017
Utl.: Ausgabe vom 2. Oktober 2017 =
Linz (OTS) - Wenn das die rote Parteilinie ist, zuerst lautstark und
medienwirksam über „Dirty Campaigning“ anderer zu schimpfen, um dann
selbst einen unbequemen Mitbewerber wie Sebastian Kurz mit
Schmutzkübeln zu überschütten, dann wurde inzwischen eine andere rote
Linie weit über-, oder besser gesagt unterschritten.
Denn im Hintergrund werkten schon längst Tal Silberstein und seine
Helfershelfer an der Kurz-Besudelung. Vorläufiger Höhepunkt: Selbst
nach Silbersteins unrühmlichem Abgang wurden die offensichtlich von
der SPÖ initiierten Fake-Seiten auf Facebook fleißig weiter
gefüttert.
Nach Leadership sah die gestrige larmoyante Stellungnahme von
Noch-Kanzler Christian Kern jedenfalls nicht aus – es war eher der
Versuch, die aufgedeckte Peinlichkeit einem unsichtbaren Dritten
umzuhängen. Statt aufzuklären, hat der SPÖ-Chef selbst Fragen
aufgeworfen, für deren Beantwortung allein die Genossen zuständig
sind. Der SPÖ muss zudem angelastet werden, dass sie mit ihren
(zugekauften?) Wahlkampfmethoden der Politik insgesamt einen
Imageschaden zufügt, über dessen Ausmaß der Wahltag am 15. Oktober
Auskunft geben wird.
Bemerkenswert: Nach Alfred Gusenbauer und Werner Faymann ist Kern der
dritte rote Kanzler in Folge, der von der eigenen Partei
diskreditiert wurde. Und noch eins: das Recht, über andere Parteien
moralisierend den Stab zu brechen, hat die SPÖ bis auf weiteres
verwirkt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






