- 28.09.2017, 12:26:44
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Schadstoffe in Palmöl: Greenpeace begrüßt erste Schritte und fordert weitere Maßnahmen
Gesundheitsministerium leitet amtliche Prüfung ein - SPAR und REWE nehmen Produkte aus Regalen
Utl.: Gesundheitsministerium leitet amtliche Prüfung ein - SPAR und
REWE nehmen Produkte aus Regalen =
Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die ersten Schritte, die seitens
Politik und Handel in Folge des Lebensmittel-Tests der
Umweltschutzorganisation gesetzt wurden. Eine Untersuchung hatte
alarmierend hohe Konzentrationen an wahrscheinlich krebserregenden
Schadstoffen in palmölhaltigen Produkten ergeben. Bereits gestern
kündigte Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner an, eine
Expertenrunde zu Palmöl einzuberufen. Nun hat sie im Rahmen des
Ö1-Mittagsjournals auch zugesichert, eine amtliche Untersuchung der
drei laut Greenpeace-Test am meisten belasteten Produkte in Auftrag
zu geben. Das sind Milka-Erdbeer-Schokolade, Alsan-Bio-Margarine und
Rama Original in Würfelform. Die Handelsketten SPAR und REWE haben
verlautbaren lassen, dass sie die Produkte vorsichtshalber aus den
Regalen nehmen. Greenpeace fordert den übrigen Lebensmittelhandel
auf, diesem Beispiel zu folgen. In den Aussagen des Fachverbands der
Lebensmittelindustrie in Bezug auf die angebliche Sicherheit von
palmölhaltigen Produkten sieht Greenpeace eine verantwortungslose
Verharmlosung der Problematik.
„Wir begrüßen, dass Gesundheitsministerin Rendi-Wagner erste
notwendige Schritte setzt. Fest steht: Bis auf weiteres haben die
drei am höchsten belasteten Produkte nichts in den Regalen der
Supermärkte verloren“, sagt Greenpeace-Umweltchemiker Herwig
Schuster. Nach SPAR und REWE muss auch der weitere Lebensmittelhandel
folgen. Damit sei es aber nicht getan. “Palmöl ist derzeit in
tausenden Produkten in österreichischen Supermärkten enthalten. Die
Schadstoffbelastungen, die wir in unserem Test festgestellt haben,
stellen möglicherweise nur die Spitze eines Eisbergs dar”, so
Schuster. Es müssten dringend gesetzliche Grenzwerte für die
gefährlichen Schadstoffe festgelegt werden. Außerdem brauche es
weitere Anstrengungen, um den Gehalt von Palmöl in Lebensmitteln
drastisch zu minimieren.
Die Pro-Palmöl-Argumente des Fachverbands der Lebensmittelindustrie
weist Greenpeace zurück. “Es entsteht der Eindruck, man wolle die
Problematik aus Angst vor wirtschaftlichen Einbußen verharmlosen. Das
ist aus unserer Sicht verantwortungslos”, so Schuster. In seiner
Aussendung lässt der Verband etwa unter den Tisch fallen, dass die
Ergebnisse der EFSA-Studie eindeutig zeigen, dass Produkte mit Palmöl
die höchsten Konzentrationen der Schadstoffe im Vergleich zu
Produkten mit anderen Ölen aufweisen. Außerdem spricht die EFSA klar
von Gesundheitsbedenken und einer potenziellen Gefährdung bei
Überschreitung des TDI-Werts. „Bei einem TDI-Wert von 0,8 Mikrogramm
pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag erreicht ein zwei- bis
dreijähriges Kind schon mit weniger als zwei Stückchen der getesteten
Erdbeer-Schokolade von Milka diesen Wert”, erklärt Schuster. „Wenn
der Fachverband der Lebensmittelindustrie hier keine Gefährdung
sieht, dann können wir uns, gelinde gesagt, nur wundern”, so
Schuster.
Greenpeace in Österreich hat insgesamt elf Lebensmittel auf die
Schadstoffe 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester untersuchen lassen. Die
gestern veröffentlichten Ergebnisse zeigen teils alarmierend hohe
Konzentrationen von wahrscheinlich krebserregenden Schadstoffen. Vor
allem Produkte mit Palmöl sind von den Schadstoffen betroffen.
Die Ergebnisse des Greenpeace-Tests im Detail finden Sie hier:
http://bit.ly/2whXvhH
Die Einschätzung dazu von Assoz.-Prof. Dr. DI Hans-Peter Hutter
finden Sie hier: http://bit.ly/2wQ6ECd
Nähere Informationen zur EFSA-Untersuchung finden Sie hier:
http://bit.ly/1Y7PlQj
Bildmaterial zu den getesteten Produkten finden Sie hier:
http://bit.ly/2fn76Nh
Dieses kann unter Angabe des Copyrights (Greenpeace / Mitja Kobal)
verwendet werden.
Allgemeine Informationen zu Palmöl finden Sie hier:
http://bit.ly/2wRVnRM
Die Greenpeace-Petition gegen Palmöl finden Sie hier:
https://wald.greenpeace.at/palmoel/
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