ÖGB-Achitz: Große Hoffnung auf Ende der Ungleichbehandlung ArbeiterInnen – Angestellte

Einheitliche Regelungen für alle notwendig, die wirtschaftlich von einem Arbeitgeber abhängig sind

Wien (OTS/ÖGB) - "Schon lange fordern ÖGB und Gewerkschaften, dass Arbeiter und Angestellte die gleichen Rechte bekommen sollen. Es ist daher sehr erfreulich, dass das Parlament noch vor der Wahl darüber abstimmen wird“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass ArbeiterInnen weniger lang ihren Lohn weiterbezahlt bekommen, wenn sie krank sind. Jetzt besteht große Hoffnung auf ein Ende der Ungleichbehandlung. Dazu haben sich eigentlich alle Parlamentsparteien bekannt, ich erwarte also, dass sie am 12. Oktober auch alle entsprechend abstimmen.“++++

Fairness bei Kündigungsfristen und Arbeitsverhinderung

Eine weitere Ungerechtigkeit, die ein Ende haben muss: ArbeiterInnen können in vielen Fällen von einem Tag auf den anderen gekündigt werden. Achitz: „Auch für sie muss der gleiche Kündigungsschutz wie für Angestellte gelten.“ Außerdem soll die Entgeltfortzahlung bei Arbeitsverhinderungen für ArbeiterInnen aus wichtigen persönlichen Gründen unabdingbar sein: „Es ist ein Gebot der Fairness, dass auch ArbeiterInnen ihren Lohn weiterbezahlt bekommen, wenn sie aus wichtigen persönlichen Gründen nicht zur Arbeit kommen können.“

Einheitliches Arbeitsrecht für alle privaten Arbeitsverträge

„In der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts sind einheitliche Regelung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer notwendig, die von einem Arbeitgeber wirtschaftlich abhängig sind und deren Arbeitsverträge auf einem privatrechtlichen Vertrag beruhen. Auch die Benachteiligung von Menschen mit freien Dienstverträgen muss bald ein Ende haben“, fordert Achitz. 

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