- 20.09.2017, 11:10:16
- /
- OTS0094
Lebenshilfe: Forderungen an Behindertenpolitik und Analyse der Wahlprogramme
Lebenshilfe unterstützt Forderungen von Behindertenrat und Behindertenanwalt und untersucht Wahlprogramme der Parteien im Hinblick auf Inklusion
Utl.: Lebenshilfe unterstützt Forderungen von Behindertenrat und
Behindertenanwalt und untersucht Wahlprogramme der Parteien im
Hinblick auf Inklusion =
Wien (OTS) - Die Lebenshilfe unterstützt als Mitglied des
Österreichischen Behindertenrats das Papier „Behindertenpolitik
2017-2020“, das heute von Behindertenanwalt Hansjörg Hofer und
Behindertenrat-Präsident Herbert Pichler vorgestellt wurde. Die
speziellen Forderungen der Lebenshilfe für Menschen mit
intellektuellen Behinderungen wurden den wahlwerbenden Parteien als
Aufruf an eine inklusive Gesellschaft bereits im Juli vorgelegt.
Forderungen der Lebenshilfe an künftige Behindertenpolitik
Frauen und Männer mit Behinderungen sollen in ganz Österreich die
gleichen Chancen und Rahmenbedingungen wie alle anderen auch
vorfinden. Welche Leistungen jemand bekommt, soll nicht vom Wohnort
abhängen. Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen ihr
Lebensumfeld aktiv mitplanen. Dafür fordert die Lebenshilfe
umfassende Barrierefreiheit, insbesondere durch einfache Sprache im
kommunikativen Bereich.
Inklusive Bildung von der Frühförderung bis zur universitären und
Berufsausbildung soll rasch umgesetzt, Menschen mit intellektuellen
Behinderungen von Bildungschancen in der Regelschule nicht mehr
ausgeschlossen werden.
„Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen ein individuelles
Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben. Jeder soll mit Unterstützung und
ohne Nachteile mit voller sozialversicherungsrechtlicher Absicherung
zu seinem Unterhalt aktiv beitragen können. Darüber hinaus fordern
wir ganz auf jede Person zugeschnittene Dienstleistungen, die sie
mitentwickeln und auswählen kann. Menschen mit intellektuellen
Behinderungen wollen selbst bestimmen wo, wie und wem sie wohnen
wollen. Darum fordern sie persönliche Assistenz für alle
Lebensbereiche“, so Hanna Kamrat, Vorsitzende der
SelbstvertreterInnen der Lebenshilfe.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen ein gesetzlich und
finanziell abgesichertes Pflegegeld. Dieses Pflegegeld soll mit der
allgemeinen Teuerung wachsen. Die Neuregelung für den Pflegeregress
soll auch für Einrichtungen der Behindertenhilfe gelten. Zugriffe auf
das Erbe von Menschen mit intellektuellen Behinderungen seitens der
öffentlichen Hand sollen abgeschafft werden.
Analyse der Wahlprogramme hinsichtlich Inklusion und Teilhabe
„Wir analysieren, ob sich der Aufruf an eine inklusive Gesellschaft
in den Wahlprogrammen der kommenden Nationalratswahl wiederspiegelt.
Als Interessenvertretung für die Rechte von Menschen mit
intellektuellen Behinderungen haben Inklusion und Teilhabe oberste
Priorität. Die Ergebnisse aus der Analyse der Wahlprogramme werden am
28. September im Rahmen der 50-Jahr-Feier der Lebenshilfe
präsentiert“, so Albert Brandstätter, der Generalsekretär der
Lebenshilfe Österreich.
Zum Download der Forderungen “Politischer Aufruf an eine Inklusive
Gesellschaft” und alle Infos zur Analyse der Wahlprogramme:
www.lebenshilfe.at
Pressemitteilung in Einfacher Sprache:
Die Lebenshilfe stellt Forderungen an die künftige Behindertenpolitik
Die Lebenshilfe unterstützt das Forderungspapier von
Behindertenanwalt Hansjörg Hofer und Behindertenrat-Präsident Herbert
Pichler.
Die Forderungen der Lebenshilfe für Menschen mit intellektuellen
Behinderungen wurden den Parteien bereits im Juli vorgelegt.
BürgerInnen mit und ohne Behinderungen sollen in ganz Österreich die
gleichen Chancen und Rechte vorfinden.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen sollen in der Regelschule
nicht mehr ausgeschlossen werden.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen ein Recht auf
Teilhabe am Arbeitsleben.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen selbst bestimmen
wo, wie und wem sie wohnen wollen. Darum fordern sie persönliche
Assistenz für alle Lebensbereiche.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen wollen ein gesetzlich und
finanziell abgesichertes Pflegegeld.
Zugriffe auf das Erbe von Menschen mit intellektuellen Behinderungen
seitens der öffentlichen Hand sollen abgeschafft werden.
Die Lebenshilfe analysiert, ob die Rechte von Menschen mit
intellektuellen Behinderungen in den Wahlprogrammen beachtet werden.
Forderungen der Lebenshilfe zum Download unter: www.lebenshilfe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LBH






