• 20.09.2017, 10:20:01
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Grüne an SPÖ-Keck: Ignoranz ersetzt keine Lösungskompetenz

Brunner bringt breit getragene Tierschutzinitiative ins Parlament

Wien (OTS) - 

„Der Tierschutzgesetzes-Pfusch der SPÖ geht weiter. Zwar gab man sich nach der Empörung, die die vergangene Novellierung ausgelöst hatte, in Interviews einsichtig, doch der neue Änderungsvorschlag ist schlichtweg untauglich, die entstandenen Fehler zu korrigieren“, betont Christiane Brunner, Tierschutzsprecherin der Grünen. „Anstatt, wie es Praxis bei der SPÖ zu sein scheint, über die Köpfe der Betroffenen hinweg untaugliche Vorschläge zu präsentieren, haben wir Tierschutzvereinen und Tierschutzinitiativen zu einem Runden Tisch eingeladen und gemeinsam eine praxistaugliche Lösung erarbeitet. Diese werden wir heute in Form eines Initiativantrages in den Nationalrat einbringen“, sagt Brunner.

Die vergangene Novelle des Tierschutzgesetzes hatte zahlreichen privaten Tierschutzvereinen und Tierschutzinitiativen die Möglichkeit genommen, Tiere weiterzuvermitteln. „Die Novelle des Tierschutzgesetzes hat den Praxistest nicht bestanden. Kleine, private Tierschutzvereine kümmern sich aufopfernd um ihre Schützlinge und suchen engagiert nach guten Pflegeplätzen. Seit der vergangenen Novelle steht ihnen der Weg über das Internet nicht mehr offen. Die Folge ist, dass die Tierheime aus allen Nähten platzen und zahlreiche Tiere einfach ausgesetzt werden. Diesen Zustand zu beenden ist das Ziel unseres Antrages, damit das Tierschutzgesetz auch Tiere schützt und nicht Tierschutz behindert“, erklärt Brunner.

Die Initiative der SPÖ lässt sich nach Meinung der Grünen nur als Nebelwerfen bezeichnen. Denn auch wenn dieser Antrag beschlossen werden würde, dürfen zahlreiche Tierschutzvereine und Tierschutzinitiativen weiterhin online keine Tiere vermitteln. „Ich lade die SPÖ ein, eine Lösung im Sinne dieser TierschützerInnen und vor allem im Sinne der Tiere zu ermöglichen. Beenden sie die Ignoranz gegenüber den Betroffenen und nutzen sie die Lösungskompetenz, die bei unserem runden Tisch zum Tierschutz beisammen war und stimmen sie dem daraus entstandenen Lösungsvorschlag zu“, appelliert Brunner.

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