Neues Volksblatt: "Destruktiv" von Markus EBERT

Ausgabe vom 20. September 2017

Linz (OTS) - „Es wird immer deutlicher, dass es der selbsternannten Aufklärer-Allianz nicht wirklich um Information und Transparenz geht. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass durch permanente destruktive Kritik am Bürgermeister der Ruf des Magistrats angepatzt und der Stadt ein nachhaltiger Imageschaden zugefügt werden soll“. So stand es vor gut zwei Wochen in einer Aussendung der Linzer SPÖ-Gemeinderatsfraktion zu lesen, bezogen war das Ganze auf die sogenannte Akten-Affäre. Hand aufs Herz, Genossen: Der Imageschaden ist bereits eingetreten. Die Akten-Affäre reiht sich nahtlos in eine Liste unrühmlicher Vorfälle ein. Beim Swap, der immer noch wie ein finanzielles Fallbeil über der Stadt hängt, hat keiner der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gewusst, auf wessen Mist die riskante Wette eigentlich gewachsen ist. Beim Urfahranermarkt wiederum gab man angesichts der überfallsartigen Sperre die rot-blaue Unschuld vom Land, obwohl schon lange magistratsintern ein Papier existierte, das das Parken als widerrechtlich einstufte. Und jetzt muss sich SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger von seinem abgehenden Parteifreund Christian Forsterleitner sagen lassen, er habe für die Abteilung Verwaltungsstrafen gar nicht mehr Personal beantragt, obwohl Personalnot als Grund für verschlampte Verfahren genannt wird.

Destruktiv ist nicht die Kritik, destruktiv ist, wie in Linz mit Missständen umgegangen wird.

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