• 19.09.2017, 12:14:42
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  • OTS0135

Muttonen: Frieden in Europa nur durch breites diplomatisches Engagement gesichert

Parlamenten und Abgeordneten kommt zentrale Rolle zu

Utl.: Parlamenten und Abgeordneten kommt zentrale Rolle zu =

Wien (OTS/SK) - „Europa ist mit zu vielen bewaffneten Konflikten
konfrontiert, die unsere Sicherheit ernsthaft gefährden. Wenn wir
Frieden und Stabilität langfristig sichern wollen, müssen wir alle
Mittel nutzen, die uns die Diplomatie zur Verfügung stellt, um diese
Konflikte zu lösen“, bekräftigte die Präsidentin der
Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa (OSZE-PV) Christine Muttonen am Freitag auf
einer Veranstaltung der Universal Peace Federation International in
der UNO-City in Wien. ****

Die bewaffneten Konflikte in Syrien, Irak und Afghanistan hätten
Europa die größte Flüchtlingskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs
gebracht. Aber auch in Europa gibt es mit der Ostukraine und
Berg-Karach Konflikte, die jederzeit zu einem ausgewachsenen Krieg
eskalieren können. „Alles, was es braucht, ist eine Provokation auf
der einen Seite und eine falsche Antwort auf der anderen Seite und
schon kann die ganze Situation außer Kontrolle geraten“, warnte
Muttonen.

Um die Gefahren einer weiteren Eskalation wirksam zu verringern,
forderte die Präsidentin der OSZE-PV ein stärkeres und breiteres
diplomatisches Engagement. Dafür sei es wichtig, alle diplomatischen
Mittel ausnutzen, um diese Konflikte einzudämmen und Vertrauen
zwischen den Konfliktparteien aufzubauen. Neben Gipfeltreffen und
offiziellen Aussprachen auf höchster Regierungsebene gehöre es auch
dazu, die zwischenmenschlichen Kontakte zu intensivieren. „Ein enger
Austausch zwischen den Zivilgesellschaften ist ein höchst wirksames
Mittel, um Spannungen in Konfliktregionen abzubauen und die
Kooperationsbereitschaft zu fördern“, erklärt Muttonen.

OSZE-Projekte als beispielhaft

Als gelungene Beispiele schilderte Muttonen die Arbeit der
OSZE-Missionen auf dem Balkan. „Projekte wie die Ausbildung
multi-ethnischer Polizeikräfte, das Balkan Theater Netzwerk, der
‚Building-Bridges‘-Fonds sowie das Puppentheater für Kinder und
Jugendworkshops zur Vertrauensbildung haben geholfen, die Beziehungen
zwischen den verschiedenen Volksgruppen zu verbessern.“

Diese Arbeit der Konfliktprävention werde leicht übersehen, da sie
nicht die gleiche Aufmerksamkeit bekomme, wie die großen
diplomatischen Durchbrüche auf höchster Regierungsebene mit
historischen Friedensverträgen. Sie seien aber entscheidend, um eine
langfristige friedliche Entwicklung zu sichern.

„Gerade die Parlamente und ihre Abgeordneten können als Schnittstelle
zwischen der Regierungsebene und der Zivilgesellschaft eine wichtige
Rolle einnehmen, um solche Projekte der Konfliktprävention zu
unterstützen und einzufordern“, so Muttonen. (Schluss) bj/kg/mp

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