Bundesverband für Psychotherapie: Aufstockung der Psychotherapieplätze ist ein guter Anfang

Wien (OTS) - Der ÖBVP begrüßt die Bereitstellung von zusätzlichen 16.500 Psychotherapieplätzen auf Krankenschein bis 2019.

ÖBVP-Präsident Peter Stippl möchte sich jedoch nicht zu früh freuen: "Die Erhöhung des Kontingents für die Behandlung von psychisch leidenden Menschen ist ein Anfang, muss aber weiterhin im Fokus bleiben, da diese Anhebung bei weitem nicht den Bedarf abdeckt."

Drei Prozent der österreichischen Bevölkerung, das sind rund 250.000 Personen, benötigen psychotherapeutische Behandlung. Diese Zahl liegt also weit über dem tatsächlichen Angebot an kassenfinanzierten Psychotherapieplätzen, auch wenn diese bis 2019 von derzeitigen 65.000 auf 78.000 angehoben werden sollen.

Die Maßnahmen von Ministerin Rendi-Wagner sind erfreulich, der ÖBVP erwartet sich jedoch eine weitere Anhebung der kassenfinanzierten Psychotherapieplätze, damit Versicherte jene Behandlung in Anspruch nehmen können, die sie brauchen.

Noch immer müssen ca. 50 Prozent der PatientInnen die Psychotherapie selbst bezahlen und erhalten, je nach Krankenkasse, unterschiedliche Zuschüsse, zwischen 21,80 und 50 Euro.

Solange es keine Psychotherapie auf Krankenschein gibt, wäre eine Zuschusserhöhung als Übergangslösung unbedingt erforderlich.

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