• 14.09.2017, 12:09:55
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Brandstetter: Österreichische Justiz startet EU-Twinning Projekt in Serbien

„Das Ziel dieses Projekts ist, den Strafvollzug in Serbien zu modernisieren und den Beitrittskandidaten damit noch näher an die Europäische Union heranzuführen“, so Brandstetter.

Utl.: „Das Ziel dieses Projekts ist, den Strafvollzug in Serbien zu
modernisieren und den Beitrittskandidaten damit noch näher an
die Europäische Union heranzuführen“, so Brandstetter. =

Belgrad / Wien (OTS) - Das österreichische Justizministerium
beteiligt sich seit Mai 2017 zusammen mit Deutschland an einem von
der EU unterstützten Twinning Projekt zur Verbesserung der
Kapazitäten und Einsatzfähigkeiten im serbischen Strafvollzug. „Das
Ziel unseres Engagements ist, den Strafvollzug in Serbien durch einen
fundierten Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch weiterzuentwickeln
und noch näher an europäische Standards heranzuführen. Hier kann die
österreichische Justiz mit ihren Experten einen ganz konkreten
Beitrag leisten“, sagt Brandstetter am Rande seines Besuchs bei der
serbischen Premierministerin Ana Brnabic in Belgrad.

Der offizielle Startschuss für das Projekt erfolgte bei einem
gemeinsamen Termin mit der serbischen Justizministerin Nela Kuburovic
in Belgrad. Hierbei betonte Justizminister Wolfgang Brandstetter,
dass die ständige Weiterentwicklung des Strafvollzugs unverzichtbar
ist: „Die serbische Regierung kann im Strafvollzug auf eine gute
Zwischenbilanz verweisen. Es wurden Investitionen in die
Infrastruktur der Haftanstalten getätigt und verstärkt auf die
Beschäftigung von Insassen gesetzt. In vielen Bereich muss man den
europäischen Vergleich nicht scheuen. Jetzt wollen wir dieses gute
Fundament nützen, um das Potenzial zur Gänze auszuschöpfen und
sicherzustellen, dass die europäische Zusammenarbeit auf der Basis
gemeinsamer Standards funktionieren kann“.

Das 18-monatige und von der EU finanzierte Projekt wird von
österreichischer Seite von der sog. „Agency for Economic Cooperation
and Development“ abgewickelt und vor Ort von zwei ausgewiesenen
Experten des österreichischen Strafvollzugs geleitet. Zusätzlich
werden zwei Bedienstete des Bundesministeriums für Justiz als
Kurzzeitexperten an dem Projekt zur Unterstützung des
Strafvollzugsystems in Serbien mitwirken.

Österreichs Beitrag deckt im Wesentlichen drei Kernbereiche ab:
Zunächst soll das bestehende Trainingscenter in Nis analysiert und
weiterentwickelt sowie ein Projekt mit der Bewährungshilfe gestartet
werden. Weiter soll die Ausbildung- und Weiterbildung des Personals
evaluiert werden, wobei der Fokus auf dem Umgang mit den sogenannten
„vulnerable groups“ liegt. Dazu werde man die Ausarbeitung
entsprechender Lehrpläne und Trainingsmanuals unterstützen.
Schließlich sollen auch spezifische Berufsausbildungen für Frauen in
Haft entstehen.

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