- 05.09.2017, 14:13:19
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Greenpeace: EU-weite Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern längst überfällig
Kommende Regierung muss gezielte Schritte gegen Intensivtierhaltung unternehmen
Utl.: Kommende Regierung muss gezielte Schritte gegen
Intensivtierhaltung unternehmen =
Wien/Tallinn (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt
die österreichische Initiative für eine EU-weite Kennzeichnung zur
Herkunft von verarbeiteten Eiern. Es sei erfreulich, dass sich sowohl
Gesundheitsministerin Rendi-Wagner als auch Landwirtschaftsminister
Andrä Rupprechter für eine solche Kennzeichnung einsetzen. Allerdings
sei es wichtig, dass wie bei Frischeiern auch die Haltungsform
erkenntlich ist. Nur so kann verhindert werden, dass KonsumentInnen
unwissentlich Käfigeier mitkaufen, zum Beispiel bei Mayonnaise.
Greenpeace hatte schon länger gefordert, dass auch bei verarbeiteten
Produkten erkenntlich sein muss, woher die darin enthaltenen Eier
kommen. Von der nächsten Regierung verlangt die
Umweltschutzorganisation die gezielte Förderung umweltfreundlicher
Tierhaltung.
„Die Notwendigkeit einer EU-weiten Kennzeichnung von verarbeiteten
Eiern ist eine wichtige Lehre aus dem Fipronil-Skandal. Nun gilt es,
auch die Intensivtierhaltung generell zu hinterfragen – wie das der
Landwirtschaftsminister selbst offenbar jetzt tut“, sagt Sebastian
Theissing-Matei bezugnehmend auf Aussagen des Ministers gegenüber der
APA. Vom Fipronil-Skandal waren vor allem sehr große Betriebe mit
mehr als 15.000 Hühnern betroffen. „Für die nächste Bundesregierung
muss gelten: Fördergelder dürfen nicht weiter nach dem
Gießkannenprinzip an die Agrarindustrie fließen, sondern müssen
gezielt an zukunftsweisende, grüne Betriebe gehen. Indem vor allem
kleinstrukturierte und umweltfreundliche Tierhaltungsbetriebe
unterstützt werden, kann man derlei Lebensmittelskandalen vorbeugen“,
betont Theissing-Matei.
Die Kennzeichnung von Herkunft und Haltung bei verarbeiteten Eiern
sei dringend überfällig. „Die Österreicherinnen und Österreicher
greifen gerne zu heimischen Eiern aus Boden-, Freiland- oder
Biohaltung. In verarbeiteten Produkten wie Kuchen oder Mayonnaise
werden ihnen aber unter anderem Käfigeier aus Massenbetrieben
untergejubelt. Auf den Packungen ist das derzeit nicht ersichtlich“,
so Theissing-Matei. Greenpeace verlangt, dass den politischen
Ankündigungen nun auch Taten folgen und appelliert an
Gesundheitsministerin Rendi-Wagner und Landwirtschaftsminister
Rupprechter, sich mit aller Vehemenz gemeinsam für eine EU-weite
Kennzeichnung bei verarbeiteten Eiern einzusetzen.
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