- 04.09.2017, 11:00:16
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Greenpeace startet mit NETPEACE eine neue Bewegung für Frieden und Demokratie im Internet
UserInnen-Bewegung zur Neugestaltung des digitalen Raums geht online
Utl.: UserInnen-Bewegung zur Neugestaltung des digitalen Raums geht
online =
Wien (OTS) - Wien – Mit NETPEACE startete heute eine neue Bewegung
für Frieden und Demokratie im Internet. Auf Initiative der
Umweltorganisation Greenpeace wird sich NETPEACE von nun an für
wirksame Maßnahmen gegen digitale Machtmonopole, Fake News und
Cyberwar einsetzen. „Im Moment bestimmen vor allem einige wenige
US-amerikanische Internet-Konzerne über unsere digitale Welt und über
die Regeln, die darin herrschen. Das ist eine Gefahr für unsere
Demokratie und für den Frieden - und damit auch für die Umwelt“, sagt
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. „Die Politik reagiert
bisher kaum auf diese Entwicklungen. Es ist daher an der Zeit, dass
wir Menschen gemeinsam unsere digitale Welt neu gestalten und eine
eigenständige digitale Identität Europas durchsetzen.“
Auf www.netpeace.eu und über Facebook und Twitter können Userinnen
und User mehr über die neue Bewegung erfahren und sich per Mausklick
den Forderungen von NETPEACE anschließen. „Was wir wollen, ist eine
friedliche Kultur in sozialen Netzwerken statt Hasskommentare und
Fake News, ein demokratisches Internet statt Monopolmacht durch
US-Unternehmen und Kontrolle über die eigenen Daten statt
Totalüberwachung“, sagt Egit. Von der Politik brauche es
diesbezüglich unverzüglich konkrete Schritte. NETPEACE will daher
auch, dass die Spitzenkandidaten der Nationalratswahl ihre Positionen
in dem Themenbereich offenlegen. Allen Parteien und Listen, die laut
aktuellen Umfragen realistische Chancen auf Einzug in den
österreichischen Nationalrat haben, wird ein entsprechender
Fragenkatalog übermittelt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der
netzpolitischen Organisation epicenter.works erstellt. Die Antworten
werden noch im September veröffentlicht. Egit: „Wer für den
Nationalrat kandidiert, wird von vielen Wählerinnen und Wählern auch
daran gemessen werden, was er oder sie für Frieden und Demokratie im
Internet tut.“
Greenpeace ist in den 1970ern mit dem Kampf gegen Atomwaffen
erfolgreich als Friedensbewegung gestartet. Mit NETPEACE wird die
Organisation den Einsatz für Frieden fortsetzen, nun aber in der
digitalen Welt. „Unsere Greenpeace-Kampagnen, etwa zum Schutz der
Meere oder der Arktis, werden wir mit der gleichen Vehemenz
fortführen“, betont Egit. „Langfristig können wir die Umwelt aber nur
schützen, wenn der öffentliche demokratische Diskurs auch in Zukunft
gewährleistet ist.“ Die rasende Verbreitung von Lügen im Netz, wie
etwa die Leugnung des Klimawandels, würde schon jetzt die Arbeit von
Umweltorganisationen auf der ganzen Welt erschweren. Auch der
Qualitätsjournalismus leide massiv unter den derzeitigen
Entwicklungen im Netz. “Von der nächsten Bundesregierung fordern wir
daher ein Gesetzespaket zur Regelung von sozialen Medien“, betont
Egit.
Passend zum Start von NETPEACE ist ab kommenden Freitag der Film „The
Circle“ mit den Top-Stars Emma Watson und Tom Hanks in den
österreichischen Kinos zu sehen. Die Besteller-Verfilmung zeigt eine
digitale Gesellschaft, in der die Macht der Internet-Konzerne
ausufert und die digitale Überwachung jede Sekunde des Alltags
durchdringt. „Wenn wir jetzt nicht handeln, könnte das, was in dem
Film geschildert wird, in einigen Jahren Wirklichkeit werden“, warnt
Egit. „Noch haben wir die Chance, selbst die Zügel in die Hand zu
nehmen und das Internet als einen Raum zu gestalten, der zu Frieden
und Demokratie in unserer Gesellschaft beiträgt.“
Weitere Informationen: www.netpeace.eu
Fragenkatalog an die SpitzenkandidatInnen: http://bit.ly/2vxCsLv
Bildmaterial zur einmaligen Verwendung: http://bit.ly/2vQIJxe
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