- 02.09.2017, 11:44:53
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Österreichischer Seniorenbund ist 65: Korosec nennt Wirtschaftsstandort, Sozialsystem, Sicherheit als Schwerpunkte
Seniorenbund-Präsidentin: „Alle Themen sind Seniorenthemen“
Utl.: Seniorenbund-Präsidentin: „Alle Themen sind Seniorenthemen“ =
Wien (OTS) - Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen
Seniorenbundes, nannte anlässlich der 65-Jahr-Feier der Organisation
am Samstag in Wien die Bereiche Wirtschaftsstandort, Sozialsystem
sowie Sicherheit als politische Schwerpunkte der
Seniorenorganisation.
Die Wirtschaft brauche mehr „Luft zum Atmen“, forderte Korosec in
ihrer Rede vor rund 600, aus ganz Österreich angereisten Personen im
Beisein des Parteiobmanns der neuen Volkspartei Sebastian Kurz. „Dazu
brauchen wir schlankere, finanziell leichtere und zukunftsfitte
Organisationsformen sowie pfiffige Beschäftigungsprogramme – vor
allem auch für ältere Arbeitnehmer“, so die Seniorenbund-Präsidentin.
Im Bereich der Sozialpolitik nannte Korosec den Themenkomplex Pflege
und Betreuung als „Herzensanliegen“: „Pflege ist viel mehr als
Altenbetreuung. Pflege ist unsere Pflicht der Aufbaugeneration
gegenüber. Und Pflege ist ein Zeichen liebevoller Anerkennung. Daheim
statt im Heim wollen mehr als 80 Prozent der Österreicherinnen und
Österreicher sein. Sie wollen in ihrer gewohnten, familiären Umgebung
gepflegt werden.“ Von der künftigen Bundesregierung erwartet Korosec
daher ein „Gesamtkonzept für Pflege und Gesundheit mit Finanzierung
aus einer Hand“.
Beim Thema Sicherheit bekannte sich Korosec zu dem Grundsatz „Offene
Herzen, ja! Offene Grenzen, nein!“. „Wer vor Gewalt fliehen muss und
eine neue Heimat sucht, dem muss man helfen. Wer aber aus rein
wirtschaftlichem Kalkül kommt, wer seine Gewaltkultur nach Österreich
nach Österreich importieren möchte, der hat hier absolut nichts
verloren!“, führte Korosec aus.
Erstmals in der 65-jährigen Geschichte des Österreichischen
Seniorenbundes wird die rund 300.000 Mitglieder starke Organisation
zukünftig von zwei Mandataren im Parlament vertreten sein. Korosec
nannte dies ein „klares Signal an die erfahrene und zahlenstarke
Personen- und Wählergruppe in Österreich“. Dies zeigt auch die
ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Neuen Volkspartei und dem
Kanzlerkandidaten Sebastian Kurz.
Mit Polizei-General Karl Mahrer werde sich nunmehr ein „ausgewiesener
Sicherheitsexperte“ der Seniorenanliegen annehmen. Vor allem bei den
Seniorinnen und Senioren gehe es nicht nur um die objektive
Sicherheit, sondern auch um das subjektive Sicherheitsgefühl, betonte
Korosec.
Auch der TU-Professor Rudolf Taschner wird die Bevölkerungsgruppe der
Seniorinnen und Senioren im neuen Parlament vertreten. Als
„international anerkannter Experte für das lebenslange Lernen“ sei
der Wissenschaftler „im Kreise von Menschen in den besten Jahren auch
bestens aufgehoben“.
Der Österreichische Seniorenbund wurde 1952 mit dem Vereinsnamen
Österreichischer Rentnerbund gegründet. 1977, bereits unter dem
heutigen Namen Österreichischer Seniorenbund, wurde er zu einer
Teilorganisation der ÖVP. Seit dem Jahr 2000 besitzt der Seniorenbund
darüber hinaus als entscheidender Partner im Seniorenrat die
Rechtsstellung als Sozialpartner. Das bedeutet, dass der Seniorenbund
sowohl bei der Entstehung eines Gesetzes als auch bei der Adaptierung
von bestehenden Gesetzten eingebunden sein muss. Dies zeigt auf, dass
der Seniorenbund, mit rund 300.000 Mitgliedern, eine demokratisch
legitimierte Vertretung aller Seniorinnen und Senioren in Österreich
ist und sich somit für sämtliche Themenbereiche, von Sozialthemen bis
Wirtschaftsthemen, für die freiwilligen Mitglieder zuständig zeigt.
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