• 01.09.2017, 13:35:42
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  • OTS0144

Kucharowits: Sexuelle Gesundheit für alle!

Jugendsprecherin pocht auf Recht auf Aufklärung, sexuelle Bildung sowie den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln

Utl.: Jugendsprecherin pocht auf Recht auf Aufklärung, sexuelle
Bildung sowie den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln = =

Wien (OTS/SK) - „Der 4. September steht international im Zeichen der
sexuellen Gesundheit. Wir sind gefordert, dieses Recht für alle
lebbar zu machen", so SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina
Kucharowits. In den letzten Jahren sind die Ansteckungszahlen bei
sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) gestiegen, HIV-Infektionen
blieben auf einem stabilen Niveau. „Es besteht Handlungsbedarf. Jeder
Mensch, der sich mit einer STD infiziert, ist einer zu viel.“ ****

Zugleich verweist Kucharowits auf die höhere Zahl bei
Teenagerschwangerschaften, also Schwangerschaften zwischen 15 und 19
Jahren, die in Österreich „nicht erschreckend hoch“, jedoch höher als
in vergleichbaren Ländern wie der Schweiz, Dänemark oder Schweden
sind. So werden von 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren in
Österreich acht Mutter. In der Schweiz und in Dänemark sind es zwei,
in Schweden drei und in Italien und Frankreich sechs Teenager, die
Mütter werden. „Eine Schwangerschaft in sehr jungen Jahren ist für
den Körper sehr belastend. Sie kann also auch gesundheitlich
beeinträchtigen. Außerdem sind die Mädchen und Frauen dadurch oftmals
gezwungen, die Schule und ihre Ausbildung auszusetzen. Der
Wiedereinstieg ist oftmals schwierig, so dass im schlimmsten Fall der
Ausbildungsweg sogar abgebrochen wird“, so die Abgeordnete.

Kucharowits fordert konkrete Maßnahmen, damit sowohl bei den STDs als
auch bei Teenagerschwangerschaften die Zahlen zurückgehen: „Aus
meiner Sicher ergibt sich aus den Zahlen ein klarer politischer
Auftrag – es braucht konkrete Maßnahmen. Einerseits müssen wir
sexuelle Bildung an den Schulen noch stärker forcieren, beginnend in
der Volksschule. Andererseits müssen wir aber auch das Angebot an
Beratung einfacher machen. Der Ausbau der First-Love-Ambulanzen in
ganz Österreich lässt immer noch auf sich warten. Und es braucht
dringend den niederschwelligen und kostenlosen Zugang zu
Verhütungsmitteln“, so Kucharowits. (Schluss) sc/kg/mp

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