Kucharowits: Sexuelle Gesundheit für alle!

Jugendsprecherin pocht auf Recht auf Aufklärung, sexuelle Bildung sowie den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln Jugendsprecherin pocht auf Recht auf Aufklärung, sexuelle Bildung sowie den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln

Wien (OTS/SK) - „Der 4. September steht international im Zeichen der sexuellen Gesundheit. Wir sind gefordert, dieses Recht für alle lebbar zu machen", so SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits. In den letzten Jahren sind die Ansteckungszahlen bei sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) gestiegen, HIV-Infektionen blieben auf einem stabilen Niveau. „Es besteht Handlungsbedarf. Jeder Mensch, der sich mit einer STD infiziert, ist einer zu viel.“ ****

Zugleich verweist Kucharowits auf die höhere Zahl bei Teenagerschwangerschaften, also Schwangerschaften zwischen 15 und 19 Jahren, die in Österreich „nicht erschreckend hoch“, jedoch höher als in vergleichbaren Ländern wie der Schweiz, Dänemark oder Schweden sind. So werden von 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren in Österreich acht Mutter. In der Schweiz und in Dänemark sind es zwei, in Schweden drei und in Italien und Frankreich sechs Teenager, die Mütter werden. „Eine Schwangerschaft in sehr jungen Jahren ist für den Körper sehr belastend. Sie kann also auch gesundheitlich beeinträchtigen. Außerdem sind die Mädchen und Frauen dadurch oftmals gezwungen, die Schule und ihre Ausbildung auszusetzen. Der Wiedereinstieg ist oftmals schwierig, so dass im schlimmsten Fall der Ausbildungsweg sogar abgebrochen wird“, so die Abgeordnete.

Kucharowits fordert konkrete Maßnahmen, damit sowohl bei den STDs als auch bei Teenagerschwangerschaften die Zahlen zurückgehen: „Aus meiner Sicher ergibt sich aus den Zahlen ein klarer politischer Auftrag – es braucht konkrete Maßnahmen. Einerseits müssen wir sexuelle Bildung an den Schulen noch stärker forcieren, beginnend in der Volksschule. Andererseits müssen wir aber auch das Angebot an Beratung einfacher machen. Der Ausbau der First-Love-Ambulanzen in ganz Österreich lässt immer noch auf sich warten. Und es braucht dringend den niederschwelligen und kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln“, so Kucharowits. (Schluss) sc/kg/mp

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