• 28.08.2017, 11:37:49
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  • OTS0066

Hammerschmid präsentiert Qualitätsoffensive für Österreichs Schulen

Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler erhöhen | 5.000 zusätzliche LehrerInnen für Schulen mit besonderen Herausforderungen

Utl.: Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler erhöhen | 5.000
zusätzliche LehrerInnen für Schulen mit besonderen
Herausforderungen =

Wien (OTS) - „Mein Ziel ist es, allen Kindern die beste Bildung zu
ermöglichen. Zu viele Schülerinnen und Schüler in Österreich verfügen
jedoch über unzureichende Grundkompetenzen. Es ist daher dringend
notwendig, dass wir Maßnahmen setzen, die schnell wirken und direkt
in den betroffenen Schulen ankommen“, so Hammerschmid bei der
Präsentation der Qualitätsoffensive für Schulen im
Bildungsministerium. Die Maßnahmen der Qualitätsoffensive zielen
einerseits darauf ab, die Grundkompetenzen der Kinder und
Jugendlichen zu verbessern und andererseits jene Schulen zu
unterstützen, die die größten Herausforderungen haben. Die Offensive
umfasst zwei Maßnahmenpakete: das Projekt „Grundkompetenzen
absichern“ sowie 5.000 zusätzliche LehrerInnen.

## „Grundkompetenzen absichern“ ##

Das Projekt „Grundkompetenzen absichern“ rückt jene Schulen in den
Mittelpunkt, die bei den Bildungsstandard-Überprüfungen unter dem
Österreich-Schnitt und unter ihrem Erwartungsbereich liegen. Diese
Schulen erhalten sowohl eine stärkere Aufmerksamkeit durch die
Schulaufsicht als auch Unterstützung durch eine mehrjährige
Begleitung durch Teams aus SchulentwicklerInnen, FachdidaktikerInnen
und SchulpsychologInnen bzw. SchulsozialarbeiterInnen. „Das Ziel ist
es, die Stärken und Schwächen der Kinder so früh wie möglich zu
erkennen und im Rahmen der Individualisierung und differenzierten
Förderung zu berücksichtigen“, so Bildungsministerin Sonja
Hammerschmid. Diese Förderung betrifft die Elementar-, Primar- und
Sekundarstufe (inklusive 9. Stufe). So sollen mehr SchülerInnen
Grundkompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch erreichen.

## 5.000 LehrerInnen zusätzlich ##

Der zweite Teil der Qualitätsoffensive umfasst 5.000 zusätzliche
LehrerInnen für Schulen mit besonderen Herausforderungen. „Hier geht
es um rund 520 Schulen, die aufgrund ihrer soziodemografischen Lage
schlechtere Bildungschancen für ihre Schülerinnen und Schüler
aufweisen und ohne zusätzliche Ressourcen keine
Leistungsverbesserungen erzielen können“, so Hammerschmid. Die
Schulen werden mittels eines so genannten Chancenindex ermittelt.
Zwei Kriterien sind für diesen Index wichtig: der Anteil der
Schülerinnen und Schüler, deren Eltern maximal einen
Pflichtschulabschluss aufweisen, sowie der Anteil der Schülerinnen
und Schüler mit anderer Erstsprache als Deutsch. Dieser Chancenindex
wurde bereits für die Verteilung der Integrationstöpfe erfolgreich
eingesetzt, um jene Schulen auszuwählen, die verstärkt gefördert
werden.

Die zusätzlichen 5.000 LehrerInnen sollen insbesondere in der
Schuleintrittsphase aktiv werden. Dies ermöglicht einerseits eine
schnellere Eingewöhnung der Kinder als auch eine frühe Förderung von
Talenten. Die Schulübertrittsphase von der Volksschule in die
Sekundarstufe soll auch aktiv begleitet werden.
Gedeckt wird der Bedarf durch:
- Früherer Berufseinstieg für 2.000 LehramtsabsolventInnen in
Warteposition
- 1.000 neue LehrerInnen für die Sekundarstufe Allgemeinbildung
- 2.000 neue LehrerInnen für die Primarstufe

### Früherer Berufseinstieg für 2.000 LehramtsabsolventInnen in
Warteposition ###

Derzeit befinden sich in Österreich über 4.600 ausgebildete
LehrerInnen, davon über 2.500 AbsolventInnen des Lehramtes
Volksschule, auf den Wartelisten der Landesschulräte. Zusätzlich
geschaffene Lehrerstellen an betroffenen Volksschulen und Neuen
Mittelschulen/ AHS sollen Interessierten einen früheren Einstieg in
den Schuldienst ermöglichen.

### 1.000 neue QuereinsteigerInnen für die Sekundarstufe ###

Im gemeinsamen Studienrecht, das im Juni 2017 beschlossen wurde, ist
ein neues Modell für BerufsumsteigerInnen im Bereich der
Sekundarstufe (Allgemeinbildung) verankert. Der „Quereinstieg“ in
diesem Altersbereich kann nun mit gemeinsamen Angeboten von
Pädagogischen Hochschulen und Universitäten forciert werden und
damit interessierten Personen aus anderen fachlich in Frage kommenden
Berufsfeldern eine neue berufliche Perspektive bieten.

### 2.000 neue LehrerInnen für die Primarstufe ###

Geeignete Persönlichkeiten mit besonderen Kompetenzen und Erfahrungen
in sozialen und pädagogischen Tätigkeitsfeldern sollen mit einem
neuen Studienangebot bzw. einer Sonderform des Lehramtsstudiums
Primarstufe, insbesondere zur Verstärkung des Lehrpersonals in
Übertrittsphasen wie dem Schuleinstieg, gewonnen werden. Diese
Persönlichkeiten werden von der Schulbehörde in enger Zusammenarbeit
mit SpezialistInnen der Pädagogischen Hochschulen ausgewählt und
angestellt. Sie sollen insbesondere in den ersten beiden Schuljahren
der Volksschulzeit zusätzlich zur Klassenlehrkraft eingesetzt werden.
So können sie die in ihren bisherigen Berufstätigkeiten erworbenen
Kompetenzen sofort im Interesse der Kinder und deren Eltern
einsetzen. Berufsbegleitend können sie ein Lehramtsstudium
Primarstufe absolvieren. Ihre Aufgabe ist, als
NahtstellenspezialistInnen das LehrerInnenteam insbesondere an
Volksschulen zu unterstützen und zu verstärken. Dieses Modell für
einen Quereinstieg in den Lehrberuf orientiert sich an den
Studienangeboten für BerufspraktikerInnen für die Sekundarstufe
(Berufsbildung), mit welchen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht
wurden.

„Mit dieser Maßnahme können wir punktgenau jene Pädagoginnen und
Pädagogen unterstützen, die tagtäglich besondere Herausforderungen
meistern“, so Hammerschmid abschließend.

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