• 25.08.2017, 11:22:41
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Muttonen: Atomwaffen kennen weder Neutralität noch Grenzen – sie gefährden alle Menschen

OSZE-PV-Präsidentin macht in Astana Druck für weltweite nukleare Abrüstung

Utl.: OSZE-PV-Präsidentin macht in Astana Druck für weltweite
nukleare Abrüstung =

Wien (OTS/SK) - Christine Muttonen, Präsidentin der parlamentarischen
Versammlung der OSZE, wurde zur diesjährigen Pugwash-Konferenz nach
Astana, Kasachstan, eingeladen, einer Konferenz, die sich für
nukleare Abrüstung und Schutz vor nuklearen Kriegen einsetzt. In
ihrer Rede machte Muttonen deutlich, welche Gefahren von
Nuklearwaffen ausgehen: „Atomwaffen kennen weder Grenzen noch
Neutralität. Wenn sie eingesetzt werden, gefährden sie alle
Menschen“, so Muttonen. ****

„Ich komme aus Kärnten, einem wunderschönen Bundesland in Österreich
an der Grenze zu Italien. In nur zwei Stunden gelangt man zur Adria.
Gleich weit entfernt ist der NATO-Stützpunkt Aviano, wo Atomwaffen
lagern. Würde Aviano angegriffen, wäre Kärnten und wäre Österreich
unmittelbar betroffen“, stellt Muttonen dar. Aviano liegt nur 70
Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. „Radioaktive
Wolken würden uns binnen zwei Tagen erreichen, eine Evakuierung
meines Heimatbundeslandes wäre notwendig.“

Positiv sind daher für Muttonen die gesetzten Schritte gegen
Atomwaffen in der jüngsten Vergangenheit. „Im Juli diesen Jahres
haben 122 Länder in New York den historischen Vertrag über die
Abschaffung von Atomwaffen unterzeichnet und haben damit zum Ausdruck
gebracht, dass die Frage der Abrüstung keine ist, die sich nur die
Atommächte selbst stellen.“ Auch in Minsk wurde im Zuge der Sitzung
der Parlamentarischen Versammlung der OSZE eine Resolution
verabschiedet, die die Bemühungen um ein weltweites Verbot von
Anschaffung, Besitz und Einsatz von Nuklearwaffen begrüßt.

„Gerade die Parlamentarische Versammlung der OSZE hat in den
vergangenen 15 Jahren zahlreiche Initiativen gesetzt, um auf die
Gefahr und Ablehnung von Atomwaffen aufmerksam zu machen“, erinnert
Muttonen und verweist auf den Handlungsspielraum von
ParlamentarierInnen: „Sie können Ratifikationen von
Anti-Atomwaffen-Verträgen vorantreiben – das gilt auch für die
Implementierung des Kernwaffenstopp-Vertrages von 1996. Außerdem
können ParlamentarierInnen ihre nationalen Regierungen, so diese an
Atomwaffen festhalten, adressieren und zu einem Strategiewechsel
drängen“, führt Muttonen aus. Die OSZE-PV stehe als Plattform zum
Austausch hierzu stets zur Verfügung. (Schluss) bj/kg/mp

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