- 22.08.2017, 17:10:06
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Korun: Abschiebung integrierter Familien offensichtlich am Höhepunkt
Grüne: Regierung predigt Integration und lässt Integrierte abschieben
Utl.: Grüne: Regierung predigt Integration und lässt Integrierte
abschieben =
Wien (OTS) - "Zahlreiche BürgerInnen und auch wir sind schockiert,
dass derzeit wieder zahlreiche seit langem hier lebende, gut
integrierte Familien bzw. Menschen sang- und klanglos abgeschoben
werden sollen. So ist ein 66-jähriger Mann aus Armenien, der noch vor
kurzem seine Frau beerdigen musste, festgenommen worden und nun akut
von Abschiebung bedroht. Und das, obwohl seine Tochter mittlerweile
Österreicherin ist und hier lebt, er also sein einziges verbleibendes
Familienleben in Österreich hat. Durch seine schwere Herzerkrankung
ist diese Abschiebung eine extreme menschliche Härte - die durch das
bestehende humanitäre Bleiberecht durchaus lösbar wäre. Zudem ist
noch nicht einmal das Asylverfahren rechtskräftig beendet“, sagt die
Menschenrechts- und Integrationssprecherin der Grünen, Alev Korun.
„Ebenso hat man eine armenische Familie aus dem Mühlviertel, eine
Witwe mit ihren zwei Kindern, die bereits hier in die Schule gehen
und sich gut eingelebt haben, festgenommen. Auch ihnen droht trotz
jahrelangem Aufenthalt und vorbildlicher gesellschaftlicher
Integration die Abschiebung. Der Vater der Kinder ist vor kurzem
verstorben und hier beerdigt. Dies sind nur zwei der derzeitigen
akuten laufenden Abschiebungen. Sie betreffen unsere NachbarInnen,
Freunde, zum Teil auch Familie und liebgewonnene SpielkameradInnen
unserer Kinder. Für gut integrierte, bereits jahrelang hier lebende
Menschen hat das Parlament das humanitäre Bleiberecht nach Art. 8 der
Menschenrechtskonvention geschaffen. Wir alle profitieren, wenn
Kinder und Jugendliche, die hier bereits in Ausbildung sind und
mehrsprachig aufwachsen, eine Zukunft in Österreich finden. Es liegt
an der Regierung und den Behörden, hier in Wahlkampfzeiten nicht das
Augenmaß zu verlieren und jenen Menschen, die bereits jahrelang Teil
des Lebens vieler BürgerInnen waren, ein Bleiberecht zu gewähren",
betont Korun.
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