• 21.08.2017, 19:16:27
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  • OTS0116

Nach Festnahme: Greenpeace-Aktivistinnen aus Österreich wieder frei

Protest gegen arktische Ölbohrungen geht weiter: Norwegische Regierung im November vor Gericht

Utl.: Protest gegen arktische Ölbohrungen geht weiter: Norwegische
Regierung im November vor Gericht =

Tromsö/Wien (OTS) - Die beiden Greenpeace-Aktivistinnen aus
Österreich, die vergangenen Donnerstag auf hoher See in der Arktis
festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Auch für die
restliche Crew wurde der Arrest aufgehoben. Das von der norwegischen
Küstenwache beschlagnahmte Greenpeace-Schiff “Arctic Sunrise” wurde
wieder freigegeben. Das Vorgehen der norwegischen Küstenwache folgte
einem siebenstündigen friedlichen Protest der UmweltschützerInnen vor
einer Statoil-Ölbohrplattform in der Arktis. Um weitere Ölbohrungen
in dieser sensiblen Region zu verhindern, haben Greenpeace Nordic und
die Organisation Nature & Youth die norwegische Regierung geklagt. Am
13. November startet der Gerichtsprozess.

„Mit unserem friedlichen Protest haben wir aufgezeigt, dass die
norwegische Regierung mit der Vergabe neuer Ölbohrlizenzen einen
riesigen Fehler macht. Sie weiß ganz genau, dass eine zunehmende
Ölförderung in der Folge zu vermehrten Wetterextremen wie Taifunen
und Dürren beiträgt. Es ist Zeit die Menschen an erster Stelle zu
setzen,” sagt Dalia Kellou, Greenpeace-Aktivistin aus Österreich, die
am Protest teilnahm. Vergangenen Donnerstag sind
Greenpeace-AktivistInnen in die Sperrzone der nördlichst gelegenen
Ölplattform in der norwegischen Barentssee in der Arktis
eingedrungen. Dort platzierten sie eine 300 Kilogramm schwere
Weltkugel mit 2,5 Meter Durchmesser. Diese war mit Nachrichten von
rund 1000 Menschen aus aller Welt beschriftet, die ihre Stimme für
die Arktis und für den Schutz unseres Planeten erhoben haben.
Aufgrund der Nähe zur arktischen Eisdecke, haben sowohl das
norwegische Polarinstitut als auch die norwegische Umweltbehörde
davon abgeraten, dieses Gebiet für Ölbohrungen freizugeben. Trotzdem
vergab die norwegische Regierung die Lizenz am 10. Juni 2016 an
Statoil. Auch 12 weitere Ölkonzerne erhielten Bohrlizenzen in der
Arktis. „Die norwegische Regierung hat das Pariser
Klimaschutzabkommen ratifiziert und gefährdet gleichzeitig ein für
unseren Planeten wichtiges Ökosystem. Das ist inakzeptabel. Aus
diesem Grund bringen wir arktisches Öl vor Gericht”, so Lukas Meus,
Arktis-Sprecher bei Greenpeace in Österreich.

Gemeinsam mit der norwegischen Organisation Nature & Youth hat
Greenpeace Nordic die norwegische Regierung geklagt. Denn die Vergabe
der neuen Ölförderlizenzen widerspricht nicht nur dem Pariser
Klimaschutzabkommen, sondern auch der eigenen Verfassung. Diese
garantiert nach dem Paragraph 112 eine gesunde und sichere Umwelt für
die kommenden Generationen. Der Gerichtsprozess startet am 13.
November. „Unser Einsatz für die Arktis geht weiter. Wir werden auch
in Zukunft nicht einfach zusehen, wie die norwegische Regierung die
Arktis gefährdet”, so Meus abschließend.

Bildmaterial
finden Sie unter http://bit.ly/2uMzd2A
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
((c) Nick Cobbing/Greenpeace oder (c)Mitja Kobal/Greenpeace)

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