• 20.08.2017, 20:39:40
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  • OTS0023

Neues Volksblatt: "Guter Rat ist teuer" (von Heinz Wernitznig)

Ausgabe vom 21. August

Utl.: Ausgabe vom 21. August =

Linz (OTS) - „Es war gegen halb elf, da sind die Uhren im Ort stehen
geblieben“, so beschrieb Diakon Anton Baumkirchner im
Sonntagsgottesdienst, in dem der Opfer des Zelteinsturzes gedacht
wurde, die Stimmung in der Innviertler Gemeinde St. Johann am Walde.
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Auch wenn sich die Einsatzkräfte und Behördenvertreter nach dem
ersten Schock sicher sind, dass das Unglück nicht vorhersehbar damit
nicht zu verhindern war, stellt sich nun die Frage nach Konsequenzen
für künftige Veranstaltungen. Was soll und muss man tun, um die
Sicherheit der Besucher eines Zeltfestes zu erhöhen? Gibt es
überhaupt eine 100-prozentige Sicherheit, wenn nicht einmal die
veranstaltende Feuerwehr das Unglück verhindern kann? Ist es klüger,
bei Vorliegen einer Wetterwarnung das Fest unverzüglich abzusagen,
oder soll man die Entwicklung genau im Auge behalten? Fragen, auf die
nun die Verantwortlichen eine Antwort finden müssen. Dies ist man den
Toten und vielen Verletzten schuldig.
Nicht aus dem Auge verlieren sollte man dabei aber die Tatsache, dass
viele der beliebten Zeltfeste erst aufgrund der ehrenamtlichen
Tätigkeit der Florianis möglich sind und die verbleibenden Gewinne
den Einsatzorganisationen zugute kommen. Ihnen allzu strenge Auflagen
zu erteilen, könnte ein rasches Aus für diese Art von Veranstaltungen
bedeuten.

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