• 17.08.2017, 13:22:13
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Caritas zum Welttag der Humanitären Hilfe: Millionen Menschen in Ostafrika leiden aktuell an Hunger. Wegsehen ist keine Option!

Wien (OTS) - Landau: „22,9 Millionen Menschen sind in Ostafrika von
einer akuten Hungerkrise betroffen. Die gute Nachricht: Die Hilfe
kommt an und unterstützt 40.000 Menschen in Kenia und 50.000 im
Südsudan!“

„Gerade im Bereich der Humanitären Hilfe kann auch ein kleines Land
wie Österreich Großes leisten. Ich sage das auch mit einem Dank an
alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, die diese Hilfe
unterstützen, aber auch als Appell an diese und jede künftige
Bundesregierung: Eine substanzielle Aufstockung der Mittel des
Auslandskatastrophenfonds ist ein Gebot der Stunde“, fordert Caritas
Präsident Michael Landau anlässlich des Welttages der humanitären
Hilfe am 19. August. Dieser wurde 2008 durch die UNO ausgerufen und
wird jährlich begangen. Als humanitäre Hilfe bezeichnet man Maßnahmen
zur Rettung menschlichen Lebens. Dazu gehören Essen, sauberes
Trinkwasser, Hygieneartikel, Kleidung und Notunterkünfte. In der
ersten Phase der Hilfe nach einer Katastrophe ist es wichtig, das
Überleben der Betroffenen zu sichern und die größte Not zu lindern.

„Als Caritas leisten wir an vielen Brennpunkten unserer Erde
humanitäre Hilfe, eingebunden in das internationale Caritas Netzwerk.
Mehr als 160 Caritas Organisationen stehen weltweit im Dienst der
Menschlichkeit. Als Caritas Österreich helfen wir zum Beispiel in
Syrien, in der Ukraine, in Afrika oder aktuell in Nepal, wo nach den
verheerenden Überschwemmungen der vergangenen Tage 12.000 Menschen
erstversorgt werden“, so Caritas Präsident Michael Landau.

Im Norden Kenias erreichte die lebensnotwendige humanitäre Hilfe seit
Beginn der aktuellen Dürrekatastrophe bisher 40.000 Menschen:
Laufende Verteilungen von Lebensmittelpaketen und
Lebensmittelgutscheinen sind Teil des Hilfsprogramms. Damit bekommen
die Menschen Zugang zu Nahrungsmitteln über die lokalen Märkte und
können sich mit Grundnahrungsmitteln wie Hirse, Reis, Hülsenfrüchten
selbst versorgen. In besonders entlegene Gebiete wird mit LKWs
Wasser geliefert. 6000 Kinder bekommen in dem aktuell laufenden
Nothilfeprogramm in den Schulen ihre Mahlzeiten gekocht, damit
sichert man neben der Ernährungssicherheit auch den regelmäßigen
Schulbesuch.

Im Südsudan versorgt die Caritas Österreich seit Beginn des Jahres
50.000 von ihren Heimatdörfern geflüchtete Menschen mit Gütern des
täglichen Bedarfs wie mit Grundnahrungsmitteln, Wasser und dringend
benötigten Hygieneartikeln. Die Menschen finden bei der Caritas und
den kirchlichen Einrichtungen auch Schutz und werden in
provisorischen Lagern untergebracht. Darunter sind auch hunderte
Kleinkinder und Babys mit speziellen Bedürfnissen, die in
entsprechend ausgerüsteten Baby Feeding Centers versorgt werden.

Michael Landau: „Klar ist: Humanitäre Hilfe rettet Menschenleben,
jeder Spendeneuro zählt! Daher gilt mein Dank den Österreicherinnen
und Österreichern, aber auch der Hilfe von staatlicher Seite. Denn
Humanitäre Hilfe braucht auch eine gewisse Planbarkeit. Gemeinsam
können wir auch unter schwierigsten Bedingungen Überlebenshilfe
leisten!“

Humanitäre Hilfe: Überleben sichern und gleichzeitig
Widerstandskraft stärken

Aktuell leistet die Caritas mit lokalen Partnerorganisationen
hauptsächlich Nothilfe in den von der Hungerkrise in Ostafrika
betroffenen Gebieten: Wasserversorgung, Nahrungsmittelverteilungen,
Saatgut und die Versorgung von akut unterernährten Kindern.

„So lange Kinder verhungern, haben wir als Gesellschaft versagt. Wir
müssen uns bewusst werden, dass wir die erste Generation sind, die
das Wissen, die Technologie, die finanziellen Mittel und auch die
notwendige Information hat, um den Hunger zu besiegen. Wenn jeder von
uns bereit ist zu teilen und Menschen in der Not zu helfen, können
wir das Hungern beenden“, so Landau und weiter: „Katastrophen finden
häufiger statt, werden chronisch: Bürgerkriege, Klimawandel kommen
dazu. Bislang galt noch die klassische Katastrophenhilfe, nach
Erdbeben oder Überschwemmungen Nothilfe zu leisten. Heute ist es
genauso wichtig, die Bevölkerung parallel zur Ersthilfe
widerstandsfähiger gegen kommende Katastrophen zu machen.“

Katastrophenvorsorge ist billiger als Katastrophenhilfe

Bei Nothilfeprojekten wird daher von Anfang an der Grundstein für
eine sich selbst tragende nachhaltige Entwicklung gelegt. Darüber
hinaus ist die Katastrophenvorsorge ein wichtiger Teil der
humanitären Hilfe geworden. „Natürlich ist die Gleichzeitigkeit von
humanitären Krisen in Entwicklungsländern eine Herausforderung. Aber
klar ist: Katastrophenvorsorge ist bei weitem billiger als
Katastrophenhilfe. Häuser erdbebensicher bauen, einen
Evakuierungsplan in Schulen einführen, langfristige Programme zur
Ernährungssicherung - all das hilft, den Menschen eine Perspektive
aufzeigen. Und: Hilfe zur Selbsthilfe gelingt nur auf einer
partnerschaftlichen Ebene“, so Landau: „Eine unserer Grundregeln sind
Unparteilichkeit und Neutralität. Menschen in Notlagen kurz-, mittel-
und langfristig zu helfen, unabhängig und ungeachtet ihrer Herkunft,
ihrer Religion oder ihres Geschlechts - das ist humanitäre Hilfe.“

UN-Kampagne 2017: #NotATarget

Am diesjährigen Welttag der Humanitären Hilfe soll insbesondere der
HelferInnen und der zivilen Bevölkerung gedacht werden, die in
Krisengebieten leider oft ihr Leben riskieren. Unter dem Hashtag
#NotATarget werden politische Entscheidungsträger am Samstag, den 19.
August, in einer weltweiten Online-Aktion dazu aufgerufen,
HelferInnen bei ihren Einsätzen und die verletzlichsten
Bevölkerungsgruppen wie Kinder oder Menschen mit Behinderungen, in
Krisengebieten nicht zur Zielscheibe zu machen, sondern unter
besonderen Schutz zu stellen. http://worldhumanitarianday.org/en

Caritas Spendenkonto
BAWAG P.S.K.: IBAN AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: BAWAATWW
Kennwort: Hungerhilfe
Online Spenden: www.caritas.at/hunger

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