• 17.08.2017, 08:36:00
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Greenpeace befragt SpitzenkandidatInnen zu Position bei Glyphosat

WählerInnen müssen erfahren, wer sich für Verbot des Pflanzengifts einsetzt

Utl.: WählerInnen müssen erfahren, wer sich für Verbot des
Pflanzengifts einsetzt =

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im Vorfeld
der Nationalratswahl einen Fragebogen zum Pflanzengift Glyphosat an
die SpitzenkandidatInnen geschickt. Gefragt wird, ob sich die
PolitikerInnen der Parteien für ein Totalverbot von Glyphosat
aussprechen und welche Maßnahmen sie außerdem gegen Pestizidgefahren
setzen wollen. Die Antworten werden von Greenpeace Anfang September
veröffentlicht.

„Die Menschen in Österreich wollen kein Glyphosat. Die Wählerinnen
und Wähler haben das Recht zu erfahren, wie es die österreichischen
Parteien in Zukunft mit dem Pflanzengift halten werden“, sagt
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. Bereits seit zwei Jahren
wird hitzig diskutiert, ob Glyphosat in der Europäischen Union weiter
zugelassen bleiben soll oder nicht. Bis Ende des Jahres muss nun eine
endgültige Entscheidung fallen. „Politikerinnen und Politiker dürfen
sich nicht hinter einem Expertenstreit verstecken. Ihre politische
Verantwortung ist es, sich aus den unterschiedlichen Positionen eine
Meinung zu bilden und dann zu entscheiden. Diese Verantwortung von
sich wegzuschieben, ist völlig inakzeptabel“, stellt Egit klar.

Der Fragebogen erging an die SpitzenkandidatInnen aller Parteien, die
nach derzeitigem Stand bundesweit zur Nationalratswahl antreten
werden: Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian
Strache (FPÖ), Ulrike Lunacek (Grüne), Matthias Strolz (NEOS), Peter
Pilz (Liste Peter Pilz), Karl Schnell (FLÖ), Mirko Messner (KPÖ Plus)
und Roland Düringer (G!LT). „Die Spitzenkandidatinnen und
Spitzenkandidaten müssen jetzt endlich Farbe bekennen: Treten sie für
die Gesundheit der Menschen und für den Schutz der Umwelt ein, oder
interessieren sie sich mehr für die Profite von Monsanto, Bayer und
Co.“, so Egit.

Europaweit haben bereits über 1,3 Millionen Menschen die Europäische
BürgerInneninitiative gegen Glyphosat und für ein transparentes
Zulassungsverfahren basierend auf öffentlich verfügbaren Studien
unterzeichnet. Dass es auch ohne das Pflanzengift geht, zeigen die
mittlerweile fast 400 Gemeinden in Österreich, die auf den Einsatz
des Pestizids im eigenen Wirkungsbereich verzichten. Egit: „Deren
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben längst erkannt, dass die
Zukunft glyphosatfrei ist. Nun werden wir sehen, bei welchen der
Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten diese Erkenntnis ebenfalls
angelangt ist.“

Den Fragebogen des Greenpeace-Parteien-Checks zum Thema Glyphosat
finden Sie hier: http://bit.ly/2vVdipJ

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