- 16.08.2017, 11:37:07
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- OTS0071
Höhere Innenfinanzierungskraft ermöglicht Ausweitung von Investitionen
Zufriedenstellender Cash Flow sowie niedriger Fremdkapitalzinssatz wären bei guter Eigenkapitalausstattung der Betriebe ein Nährboden für steigende Investitionen.
Utl.: Zufriedenstellender Cash Flow sowie niedriger
Fremdkapitalzinssatz wären bei guter Eigenkapitalausstattung
der Betriebe ein Nährboden für steigende Investitionen. =
Wien (OTS) - Der Cash Flow der österreichischen KMU ist 2015/16 im
Vergleich zum Vorjahr um 0,3%-Punkte gestiegen und betrug im
Durchschnitt 7,3% der Betriebsleistung. Damit lag er über den
Investitionen, die durchschnittlich 4,9% der Betriebsleistung
ausmachten und sich um 0,4%Punkte erhöhten.
Dies zeigen Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU Forschung
Austria von etwa 67.400 Jahresabschlüssen von kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) der marktorientierten Branchen.
„Die Investitionszurückhaltung der vergangenen Jahren spiegelt sich
eben in den Jahresabschlüssen wider“, so Mag. Peter Voithofer,
Direktor der KMU Forschung Austria. „Auch im Hinblick auf die
Wettbewerbsfähigkeit ist die Steigerung der Investitionstätigkeit
wichtig. Die finanziellen Voraussetzungen dafür sind für viele
Betriebe gegeben“.
Der Cash Flow bezeichnet die einem Unternehmen tatsächlich
zugeflossenen Mittel und ist somit jener Betrag, der für
Investitionen, Schuldentilgung, Steuerzahlungen bzw. Gewinnentnahme
zur Verfügung steht. Er ist somit der Indikator für die
Innenfinanzierungskraft von Unternehmen.
Eine Betrachtung der Investitionstätigkeit der heimischen KMU zeigt,
dass 13% der analysierten Unternehmen im Jahr 2015/16 keine
Investitionen getätigt haben. In knapp der Hälfte der KMU lagen die
Investitionen unter dem Wert der Abschreibungen. 38% investierten
mehr als abgeschrieben wurde, somit wurden hier neue Kapazitäten
aufgebaut.
Vertiefende Analysen aus der Bilanzdatenbank ermöglichen die
Einstufung der wichtigsten heimischen Sektoren in Kategorien nach
Cash Flow bzw. Investitionen in Relation zur Betriebsleistung sowie
Entwicklung des jeweiligen Indikators im Vorjahresvergleich.
Zwischen 2014/15 und 2015/16 kam es etwa in der Beherbergung und
Gastronomie sowie im Sektor Information und Kommunikation zum Anstieg
des durchschnittlichen Cash Flow von über 10% bei gleichzeitig hoher
Cash Flow-Quote (größer 10%) in Relation zur Betriebsleistung.
Die Investitionsquote in der Beherbergung und Gastronomie betrug
ebenfalls über 10% der Betriebsleistung. Jedoch sind die
durchschnittlichen Investitionen in geringerem Ausmaß gestiegen. Im
Bereich Information und Consulting hingegen war die Investitionsquote
in Relation zur Betriebsleistung geringer als der Cash Flow. Dafür
konnten die Investitionen im Durchschnitt im Vorjahresvergleich um
über 10% gesteigert werden.
„Die nunmehr bessere gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Kombination
mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden zu höheren Investitionen
der österreichischen KMU führen“, so Mag. Peter Voithofer
abschließend.
Anmerkung:
Die marktorientierten Branchen umfassen die Abschnitte B bis N sowie
die Abteilung 95 der ÖNACE 2008. Zudem wurden Holdings und das
Realitätenwesen nicht mitberücksichtigt, um Verzerrungen der
Durchschnittswerte zu vermeiden
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