• 15.08.2017, 22:00:16
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Neues Volksblatt: "Mitleid?" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 16. August 2017

Utl.: Ausgabe vom 16. August 2017 =

Linz (OTS) - Irgendwie könnte einem die SPÖ ja leidtun, denn die
Kern-Partie scheint derzeit eine echte Pechserie zu haben. Nach dem
Kampagnen-Leiter kommt nun auch der Mastermind für den Wahlkampf
abhanden: Silberstein muss sich nämlich in Israel derzeit wegen
zwielichtiger „Beratungsfällen“ aus der Vergangenheit verhören
lassen.
Aber echtes Mitleid braucht man für die Kanzler-Partei nicht zu
empfinden. Denn einerseits sind sie an ihrer Misere selber schuld.
Die parteiinternen Querelen und Flügelkämpfe in der Sozialdemokratie
schwelen seit Jahren und brechen bei Wahlen halt auf, weil man sie
nicht gelöst hat. Auch vor den Beratungskünsten Silbersteins wurde
die SPÖ eindringlich gewarnt. Sie ließ sich trotzdem auf die
Silbersteinschen Kampagnen-Künste ein.
Und andererseits zeigt die SPÖ auch keinen Funken von „Einsicht“.
Dass ein Personenkomitee für den Parteichef unabhängig sein soll, ist
schon schwer zu glauben. Aber warum weiß dann der rote Parteimanager
so genau, dass der Verein noch gar nicht aktiv sei und man bisher
keine Spende erhalten habe. Das schreit förmlich nach Aufklärung.
Silberstein gilt als Meister des „Negative Campaigning“ und er soll
den SPÖ-Slogan „Hol' Dir, was Dir zusteht“ erfunden haben. Das
Resümee: Die SPÖ ist nicht mit Schmutzkübel beworfen worden, sondern
halt dummerweise hineingestiegen. Was ihr dann zusteht, wird der
Wähler am 15. Oktober entscheiden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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