• 11.08.2017, 11:03:07
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Korosec zu Hausarztmangel: Finanzierung aus einer Hand löst das Problem

Appell der Seniorenbund-Präsidentin: „Bestehende Mehrgleisigkeiten beseitigen!“

Utl.: Appell der Seniorenbund-Präsidentin: „Bestehende
Mehrgleisigkeiten beseitigen!“ =

Wien (OTS) - Für Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen
Seniorenbundes, liegt die Lösung des Problems der fehlenden Hausärzte
in einer „klar strukturierten und nachvollziehbaren Finanzierung des
Systems“.
„Wenn das Problem der bestehenden Finanzierungsstrom-Aufsplitterung
zwischen Krankenhausbudget, Krankenkassen und Bundesländern gelöst
ist und die Finanzierungsströme endlich vereinheitlicht sind, dann
löst sich auch das Problem der fehlenden Hausärzte“, kommentiert
Korosec aktuelle Tageszeitungsberichte, die den bundesweiten
Hausarztmangel zum Thema haben.
Es sei nicht zu begreifen, warum zwei Ärzte in benachbarten
Bundesländern für dieselbe Leistung unterschiedlich bezahlt würden.
Dasselbe gelte für den Bereich der Pflege, wo ebensolche
Mehrgleisigkeiten bei der Finanzierung bestünden. „Auch die Patienten
bekommen in den Bundesländern unterschiedliche Leistungen, obwohl sie
die gleichen Beiträge zahlen“, ergänzt die Seniorenbund-Präsidentin.
„Der Hausarzt war, ist und bleibt der Gesundheitsmanager der Familie.
Eine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Graz zum Thema
Berufsmotivation von Studierenden und jungen Ärztinnen bzw. Ärzten
nennt „Die spezifische Arzt-Patienten-Beziehung“ sowie „Als Hausarzt
primärer Ansprechpartner der Patienten zu sein“ als „wichtigste
Faktoren, die den Hausarztberuf attraktiv machen“. Als Hauptgrund,
warum der Hausarztberuf nach Meinung der Befragten unattraktiv ist,
weist die Studie das Argument „Mit einer Kassenarztstelle zu wenig
Zeit für die Patienten“ aus.
„Es ist ganz offensichtlich und hiermit auch wissenschaftlich
nachgewiesen, dass die Wichtigkeit des Hausarztes für die
Patientinnen und Patienten immens ist – als Mediziner, aber auch als
Ansprechpartner in Fragen des täglichen Lebens“, resümiert Korosec.
Der Hausarztmangel sei letztlich, so die Seniorenbund-Präsidentin,
nur das Symptom eines veralteten, spröden Systems, das „dringend
einer strukturellen Neuaufstellung bedarf“. Die Opfer seien die
Patientinnen und Patienten.

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