Neues Volksblatt: "Pensionen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 9. August

Linz (OTS) - Wenn es um das Thema Pensionisten geht, agiert die SPÖ auch in der heurigen Vorwahlzeit nicht anders als vor vergangenen Wahlen. Man geriert sich als Garant der Pensionen, warnt vor den bösen Schwarzen und Blauen, die nichts lieber tun würden, als in bestehende Pensionen einzugreifen, und schimpft alle Lügner, die sagen, beim Pensionssystem sind Reformen notwendig. Das mag gut klingen, ist aber doppelte Themenverfehlung. Denn erstens will kein Mensch den jetzigen Pensionisten etwas wegnehmen, die rote Schutzmantelmadonna-Rhetorik ist also völlig überflüssig. Und zweitens, und darum geht es tatsächlich, herrscht natürlich Reformbedarf, wenn auch die heute Jungen einen finanziell halbwegs gesicherten Lebensabend verbringen können sollen.
Als Landesobmann des OÖ Seniorenbundes rechnet LH a. D. Josef Pühringer im heutigen VOLKSBLATT-Interview sehr präzise vor, warum es ohne permanente Reformanstrengungen gar nicht gehen kann. Schon eine Zahl widerlegt jegliche Wohlfühl-Propaganda: Kommen heute noch 3,4 Aktive auf einen Pensionisten, so sind es in 40 Jahren 1,9 Aktive je Pensionist. Wer vor der demografischen Entwicklung der Gesellschaft aus wahltaktischen Gründen die Augen verschließt, begeht an den künftigen Älteren dieser Gesellschaft großes Unrecht. Pühringer hat völlig Recht: Die Relation zwischen Lebenserwartung und Zeit in der Pension muss stimmen.

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