Soziale Potentiale, demographische Mythen und technische Möglichkeiten

Das IARA Alternsforschungszentrum der FH Kärnten lädt zur Jahrestagung

Villach (OTS) - Von 21. bis 23. September findet auf dem Campus Villach die 2. Jahrestagung des IARA Alternsforschungszentrums der FH Kärnten statt. Das 2016 an der FH Kärnten gegründete Institute for Applied Research on Ageing (IARA) erforscht die Herausforderungen und Potenziale einer älter werdenden Gesellschaft durch interdisziplinäre praxisnahe Forschung. An drei Departments werden soziale, technische und wirtschaftliche Fragestellungen des demographischen Wandels anwendungsorientiert und disziplinübergreifend bearbeitet.

Die 2. Jahrestagung des IARA Alternsforschungszentrums der FH Kärnten lädt von 21. bis 23. September zur trinationalen Fachtagung mit dem Schwerpunkt Altern in ruralen Lebenswelten ein. Sie wurde unter Beteiligung von fünf Fachgesellschaften im Themenfeld Gerontologie, Alterssoziologie, Sozialer Arbeit und Landsoziologie in Österreich, Deutschland und der Schweiz organisiert.

Konstruktionen und Gestaltungen des Alterns in ruralen Lebenswelten

Soziale Potentiale, Innovationen und technische Möglichkeiten zur Zukunft des Alterns, vor allem in ländlichen Räumen, werden im Rahmen der dreitägigen Jahrestagung theoretisch und empirisch aufgearbeitet, durch Plenarvorträge angeregt, in Symposien vertieft, durch aktuelle Initiativen untermauert und gemeinsam diskutiert. Eröffnet wird die Konferenz am 21. September von Kärntens Landeshauptmann- Stellvertreterin Beate Prettner und dem Rektor der FH Kärnten, Peter Granig. Der Soziologe und Gerontologe, Franz Kolland (Universität Wien), wird einen der Hauptvorträge am ersten Tag halten: Vom „Alt-Sein“ zum „Alt-Werden“: Zur kulturellen Wende in der Gerontologie. Die ehemalige Konferenzdolmetscherin Helga Rohra lebt seit acht Jahren mit der Diagnose Lewy-Body-Demenz. Als Demenzaktivistin engagiert sie sich weltweit für eine neue, potentialorientierte Sichtweise auf Menschen mit Demenz und leitet seit Mitte 2015 als erste Betroffene weltweit den Verein Trotzdemenz e.V.. In ihrem Vortrag „Ja zum Leben trotz Demenz“ - gleichzeitig Titel ihres zweiten Buches – schildert Helga Rohra auf packende Art und Weise, welche Strategien sie für ihr Leben mit Demenz entwickelt hat. Weitere Impulsreferate werden u. a. von anerkannten Größen der Gerontologie wie Klaus Schroeter, Harald Künemund und Mark Schweda gehalten.  

Insgesamt sind bislang über 50 Vortragsangebote eingegangen. Deren Themen umfassen

  • kritische Auseinandersetzungen mit defizitorientierten Altersbildern,
  • aktuelle Fördermöglichkeiten zur Stärkung von Generativität und der Attraktivität des Zusammenlebens von Jung und Alt in Gemeinden,
  • Auswirkungen der Abwanderung und Gegensteuerung durch Selbstorganisation und die Aktivierung endogener Potentiale in Sozialräumen,
  • Inklusionsfähigkeit ländlicher und städtischer Räume und Wohnen im Alter,
  • Alternative Hilfssysteme zur Verbesserung der Lebenslagen Älterer,
  • Entwicklungspotentiale von sozial angemessenen Versorgungsstrukturen,
  • Technische Möglichkeiten der Unterstützung von Gesundheit, Pflege und sozialer Einbettung Älterer,
  • Altern in Afrika.  

Das Tagungsprogramm umfasst Impulsreferate im Plenum, thematische Parallelsessions und Poster-Präsentationen. Zum Programm: http://www.iara.ac.at/files/2017/07/2017-IARA-Programm.pdf

Details: www.iara.ac.at/jahrestagung
Kontakt & Anmeldung: altern2017@fh-kaernten.at

Rückfragen & Kontakt:

IARA – Institute for Applied Research on Ageing
Fachhochschule Kärnten
Sprecher der wissenschaftlichen Leitung
FH-Prof. Dr. Kai Brauer
T: +43 (0)5 90500-4228
E: k.brauer@fh-kaernten.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FTK0001