Wirtschaftsbund Wien: Stadt Wien grätscht Gastronomie bei Damen Fußball-EM nieder

Während Gastronomiebetriebe wochenlang auf entsprechende Genehmigungen warten müssen, richtet es sich die Stadt Wien mit privatem Public Viewing wieder einmal selbst

Wien (OTS) - „Unser Damen-Nationalteam leistet in den Niederlanden gerade Großartiges und viele Wienerinnen und Wiener fiebern dem EM-Halbfinale gegen Dänemark schon mit Hochspannung entgegen“, freut sich Peter Dobcak, Wiens Gastronomievertreter vom Wirtschaftsbund, über die hervorragenden Leistungen des Frauen-Nationalteams. Dass sich viele Daheimgebliebene das Halbfinale nun als „Public Viewing-Event nicht entgehen lassen möchten, versteht sich von selbst“, so Dobcak

Gastro, bitte warten! Doch viele kleine Gastronomiebetriebe könnten nun bei diesem Hype durch die Finger schauen. „Unverdienterweise war die Euphorie zu Beginn der Damen EM noch nicht so spürbar wie jetzt“, sagt Dobcak. Viele Bars und Gastronomiebetriebe wollten ihren Gästen nun mit kleineren Public Viewings das Halbfinale der Damen EM zugänglich machen, doch die langen Behörden- und Genehmigungsverfahren haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Bis alle benötigten Genehmigungen eingeholt sind, ist die EM schon wieder längst vorbei“, kritisiert Dobcak.

Stadt Wien richtet es sich mit Ausnahmen wieder einmal selbst „Die Bürokratiegrätsche kommt überraschend, ist aber für das Spielsystem der Stadt Wien leider symptomatisch“, analysiert Dobcak in einer ersten Stellungnahme die Live-Übertragung des Halbfinales im Rahmen des Wiener Filmfestivals am Rathausplatz. Dafür wird eigens eine 80 Quadratmeter LED-Fläche aufgestellt „und die Genehmigung dafür dürfte zeitgleich mit der ersten Idee von Stadtrat Mailath-Pokorny ausgestellt worden sein“, mutmaßt Dobcak. Er sieht die vielen Gastronomiebetriebe und deren Gäste ein weiteres Mal vorgeführt, schließlich zeigt die Stadt Wien damit „wieder die geringe Wertschätzung gegenüber den selbstständigen Gastronominnen und Gastronomen. Nach der völlig überzogenen Schanigarten-Gebührenerhöhung ein weiteres klares Foul“, so Dobcak.

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