• 31.07.2017, 16:47:09
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  • OTS0109

Wirtschaftsbund Wien: Stadt Wien grätscht Gastronomie bei Damen Fußball-EM nieder

Während Gastronomiebetriebe wochenlang auf entsprechende Genehmigungen warten müssen, richtet es sich die Stadt Wien mit privatem Public Viewing wieder einmal selbst

Utl.: Während Gastronomiebetriebe wochenlang auf entsprechende
Genehmigungen warten müssen, richtet es sich die Stadt Wien
mit privatem Public Viewing wieder einmal selbst =

Wien (OTS) - „Unser Damen-Nationalteam leistet in den Niederlanden
gerade Großartiges und viele Wienerinnen und Wiener fiebern dem
EM-Halbfinale gegen Dänemark schon mit Hochspannung entgegen“, freut
sich Peter Dobcak, Wiens Gastronomievertreter vom Wirtschaftsbund,
über die hervorragenden Leistungen des Frauen-Nationalteams. Dass
sich viele Daheimgebliebene das Halbfinale nun als „Public
Viewing-Event nicht entgehen lassen möchten, versteht sich von
selbst“, so Dobcak

Gastro, bitte warten!
Doch viele kleine Gastronomiebetriebe könnten nun bei diesem Hype
durch die Finger schauen. „Unverdienterweise war die Euphorie zu
Beginn der Damen EM noch nicht so spürbar wie jetzt“, sagt Dobcak.
Viele Bars und Gastronomiebetriebe wollten ihren Gästen nun mit
kleineren Public Viewings das Halbfinale der Damen EM zugänglich
machen, doch die langen Behörden- und Genehmigungsverfahren haben
ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Bis alle benötigten
Genehmigungen eingeholt sind, ist die EM schon wieder längst vorbei“,
kritisiert Dobcak.

Stadt Wien richtet es sich mit Ausnahmen wieder einmal selbst
„Die Bürokratiegrätsche kommt überraschend, ist aber für das
Spielsystem der Stadt Wien leider symptomatisch“, analysiert Dobcak
in einer ersten Stellungnahme die Live-Übertragung des Halbfinales im
Rahmen des Wiener Filmfestivals am Rathausplatz. Dafür wird eigens
eine 80 Quadratmeter LED-Fläche aufgestellt „und die Genehmigung
dafür dürfte zeitgleich mit der ersten Idee von Stadtrat
Mailath-Pokorny ausgestellt worden sein“, mutmaßt Dobcak. Er sieht
die vielen Gastronomiebetriebe und deren Gäste ein weiteres Mal
vorgeführt, schließlich zeigt die Stadt Wien damit „wieder die
geringe Wertschätzung gegenüber den selbstständigen Gastronominnen
und Gastronomen. Nach der völlig überzogenen
Schanigarten-Gebührenerhöhung ein weiteres klares Foul“, so Dobcak.

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