- 29.07.2017, 09:00:16
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Schelling: IHS-Studie zu EMA-Ansiedelung bestätigt Effekte von über 1 Mrd. EUR
Österreich legt am Montag Angebote für EMA und EBA Ansiedelung
Utl.: Österreich legt am Montag Angebote für EMA und EBA Ansiedelung =
Wien (OTS) - Österreich legt am kommenden Montag für beide derzeit in
London ansässigen EU-Agenturen, die Europäische Arzneimittelagentur
EMA (European Medicines Agency) und die Europäische Bankenaufsicht
EBA (European Banking Authority), zwei sehr attraktive Angebote.
Außenminister Sebastian Kurz und Finanzminister Hans Jörg Schelling
haben bereits vergangenes Jahr, umgehend nach dem Brexit-Votum der
Briten, gemeinsam die Werbetrommel für EU-Institutionen in Österreich
gerührt und den Bewerbungsprozess in Gang gesetzt. Österreich
schließt somit an die Tradition als Standort internationaler
Institutionen an. Auch mit den Iran-Gesprächen und der
Syrien-Konferenz von Außenminister Kurz wurde Österreich in den
Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt.
Beide Agenturen wären laut Finanzminister Schelling sehr interessant
für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich, wie auch eine
jüngst vom BMF beauftragte IHS-Studie belegt. „Die EMA würde einen
jährlichen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von 203 Mio. EUR leisten.
Bei der EBA liegt er bei 39,7 Mio. EUR. Mittelfristig trägt der
Betrieb der EMA laut IHS innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 1
Mrd. EUR, der Betrieb der EBA rund 0,2 Mrd. EUR zum österreichischen
Bruttoinlandsprodukt bei“, so Schelling. Darüber hinaus würden mit
der EMA-Ansiedelung mehr als 2 000, mit der EBA-Ansiedelung mehr als
400 neue Arbeitsplätze in Österreich entstehen.
Aber nicht nur als Arbeitgeber sind EMA (rd. 900 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter) und EBA (rd. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) für
den heimischen Standort von besonderem Interesse. „Für bereits über
40 internationale Organisationen ist Wien als Standort im Herzens
Europa der Angelpunkt für globale Zusammenarbeit. Laut IHS-Studie ist
bei der EMA von einem jährlichen Besucheraufkommen von rd. 36 000
Personen, bei der EBA von rd. 8 000 Personen auszugehen. Diese
Besucherinnen und Besucher beider Organisationen übernachten in
umliegenden Hotels und speisen in Restaurants. Daher profitieren
insbesondere auch die heimischen Beherbergungs- und
Gastronomiebetriebe in besonderem Maße von einer Umsiedlung beider
Organisationen. Österreich hat eine Reihe von Standortvorteilen zu
bieten. Oberstes Ziel ist, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu
stärken und somit zusätzliche Wertschöpfung zu generieren. Daher
werden wir bis Montag sehr attraktive Angebote nach London schicken“,
ist Schelling überzeugt.
Aufgrund des laufenden Bieterverfahrens, an dem nahezu alle
EU-Mitgliedstaaten teilnehmen, werden alle Details zu den
österreichischen Angeboten nach Ablauf der Frist (31. Juli 2017)
veröffentlicht.
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