• 20.07.2017, 22:00:01
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  • OTS0172

Neues Volksblatt: "Fundis, nein Danke!" von Manfred MAURER

Ausgabe vom 21. Juli 2017

Utl.: Ausgabe vom 21. Juli 2017 =

Linz (OTS) - Lange hat es gedauert. Erst fehlte die gesetzliche
Grundlage, dann sorgte eine Mischung aus Blauäugigkeit, falsch
verstandener Toleranz, parteipolitischem Opportunismus und schlichtem
Desinteresse für den Nährboden, auf dem islamisch-fundamentalistische
Vereine auch in Oberösterreich gedeihen konnten, ohne dass sie mit
lästigen Fragen nach ihrem Tun und dessen Finanzierung gelöchert
wurden. Stellte ein Journalist dennoch bohrende Fragen, machte sich
die Fundi-Truppe nur über den „Möchtegern-Sherlock-Holmes“ lustig und
blieb die Antworten schuldig. Man ist schließlich auch politisch
bestens vernetzt mit der SPÖ in Linz und Wels und anderswo. Die
Genossen zeigen keinerlei Berührungsängste, weil diese türkischen
Fundis Stimmen bringen und/oder deren geschickt inszenierte
Janusköpfigkeit nicht durchschaut wird.
Spät, aber immerhin, schaut nun die rote Staatssekretärin Duzdar doch
genauer hin und prüft, was man früher nicht prüfen konnte oder gar
nicht prüfen wollte. Woher kam und kommt das Geld, das in vielen
Immobilien dieser nicht gerade über reiche Mitglieder verfügenden
Vereine stecken muss?
Bleibt nur zu hoffen, dass der Aufklärungseifer mehr ist als
hektische Wahlkampfscheinaktivität. Und unabhängig von der Prüfung
der Finanzen darf auch die politische Frage beantwortet werden, wie
ein dem fundamentalistischen Islam frönendes Vereins(un)wesen
zurückgestutzt werden könnte.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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