• 19.07.2017, 09:56:16
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  • OTS0031

FPÖ-Abgeordneter Hübner bedient alte Ressentiments

Israelitische Kultusgemeinde fordert seinen Rücktritt

Utl.: Israelitische Kultusgemeinde fordert seinen Rücktritt =

Wien (OTS) - Die jetzt bekanntgewordenen Anspielungen in einer Rede
des FPÖ-Abgeordneten Hübner mit Kelsen – Kohn – Grom, erinnern an
Wortspiele aus der antisemitischen Zeitung "Der Stürmer" und an die
einschlägige Hetze gegen Hans Kelsen seit den Dreißigerjahren. Dieses
Wortspiel, das nicht einmal einen Tatsachenbezug hat, denn Kelsen
hieß nie Kohn, wurde bereits vom antisemitischen
Universitätsprofessor Borodajkewycz verwendet.

Auch Hübners Anspielungen auf die Freimaurer, "die nicht katholisch,
nicht protestantisch, sondern anders gefärbt" und ein "illegales
konspiratives Netzwerk" seien, ist ein bekannter antisemitischer
Code. Die in seiner Rede vorgekommene Bezeichnung "sogenannte
Holocaustüberlebende" ist möglicherweise strafrechtlich relevant.

Hübner ist eine Schande für das österreichische Parlament und als
Abgeordneter untragbar. Er sollte raschest in der politischen
Versenkung verschwinden, so wie auch der ehemalige Salzburger
FPÖ-Obmann mit seinem Lump-Hump-Sager.

"Das ist die Stunde der Wahrheit für die FPÖ, wo sie zeigen kann, wie
ernst es der Partei mit der Distanzierung vom Antisemitismus ist"
kommentiert IKG-Präsident Oskar Deutsch.

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