FPÖ-Abgeordneter Hübner bedient alte Ressentiments

Israelitische Kultusgemeinde fordert seinen Rücktritt

Wien (OTS) - Die jetzt bekanntgewordenen Anspielungen in einer Rede des FPÖ-Abgeordneten Hübner mit Kelsen – Kohn – Grom, erinnern an Wortspiele aus der antisemitischen Zeitung "Der Stürmer" und an die einschlägige Hetze gegen Hans Kelsen seit den Dreißigerjahren. Dieses Wortspiel, das nicht einmal einen Tatsachenbezug hat, denn Kelsen hieß nie Kohn, wurde bereits vom antisemitischen Universitätsprofessor Borodajkewycz verwendet.

Auch Hübners Anspielungen auf die Freimaurer, "die nicht katholisch, nicht protestantisch, sondern anders gefärbt" und ein "illegales konspiratives Netzwerk" seien, ist ein bekannter antisemitischer Code. Die in seiner Rede vorgekommene Bezeichnung "sogenannte Holocaustüberlebende" ist möglicherweise strafrechtlich relevant.

Hübner ist eine Schande für das österreichische Parlament und als Abgeordneter untragbar. Er sollte raschest in der politischen Versenkung verschwinden, so wie auch der ehemalige Salzburger FPÖ-Obmann mit seinem Lump-Hump-Sager.

"Das ist die Stunde der Wahrheit für die FPÖ, wo sie zeigen kann, wie ernst es der Partei mit der Distanzierung vom Antisemitismus ist" kommentiert IKG-Präsident Oskar Deutsch.

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Israelitische Kultusgemeinde Wien, Tel: 01 53104-105

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